Großbaustelle in Herne bewegt Bürger schon vor dem Start

Staus gibt es auf der Horsthauser Straße in Herne auch ohne Großbaustelle.
Staus gibt es auf der Horsthauser Straße in Herne auch ohne Großbaustelle.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Eine Großbaustelle bewegt die Herner schon vor dem Start : Es gibt viele Fragen und Bedenken zur anstehenden Sanierung der Horsthauser Straße.

Herne..  Dreieinhalb Stunden haben die Mitglieder der Bezirksvertretung Sodingen am Mittwoch benötigt, um insgesamt 28 Tagesordnungspunkte abzuarbeiten. Vor allem die anstehende Großbaustelle auf der Horsthauser Straße erhitzte die Gemüter.

Kritik an Informationspolitik

Staugefahr! Im September rücken an der Horsthauser Straße die Bagger an, um die Hauptverkehrsachse durch den Stadtteil von der A 42 bis zur Blücherstraße zu sanieren. Bauzeit: voraussichtlich zwölf Monate; der Verkehr wird an der Baustelle vorbeigeführt und über eine Ampel gesteuert. Große Bedenken und viele Fragen löste dies bei Bürgern und Bezirksverordneten aus. Und Kritik: die Informationspolitik hätte besser sein können, so der Vorwurf. Bezirksbürgermeister Mathias Grunert legte zudem großen Wert darauf, dass es während der Bauphase regelmäßig „Bausprechstunden“ vor Ort gibt. Auf einer Informationsveranstaltung will die Stadt am Mittwoch, 17. Juni, Anwohner und Geschäftsleute ab 18 Uhr im Bürgersaal der Akademie Mont-Cenis über die Maßnahme aufklären.

Verbindung fehlt

Lob und Kritik gab es für den Entwurf zur 2. Fortschreibung des Nahverkehrsplans. Vor allem die fehlende Verbindung zwischen Pantringshof und Elpeshof stieß (mal wieder) auf lautstarken Protest. Seit „zig Jahren“ werde eine Busverbindung gefordert, ohne dass auch nur ein Lösungsansatz aufgezeigt worden sei, so SPD-Ratsherr Thomas Spengler. Unterstützung erhielt er von den Bezirksverordneten Sven Pietas (CDU) und Matthias Bluhm (SPD). Die Fortschreibung soll im Dezember im Rat beschlossen werden.

Erinnerung an Danek

Der 2014 im Alter von 88 Jahren verstorbene ehemalige Bezirksvorsteher Bruno Danek (SPD) soll zu Straßenehren kommen. Auf SPD-Vorschlag der SPD soll eine kleine Straße in einem Neubaugebiet an der Akademie Mont-Cenis nach dem Sozialdemokraten benannt werden, so der Konsens im Bezirk. Das Baugebiet grenzt direkt an Daneks ehemaliges Wohnhaus.

Nein zu Standortvorschlägen

Einen Mehrgenerationen-Spielplatz wünscht sich die Politik für den Bezirk Sodingen. Die beiden von der Stadt erarbeiteten Standortvorschläge stießen jedoch auf Ablehnung. Grünflächen neben der Akademie sowie im Gysenberg-Park hat der Fachbereich Kinder, Jugend, Familie ins Auge gefasst. Letzteren Standort hielt SPD-Fraktions-Chef Michael Weberink auch deshalb für ungeeignet, weil er sich auf einer Anhöhe befindet: „Ich habe häufiger den Kinderwagen dort hinauf geschoben – das ist schon eine Herausforderung!“ Ernst Schilla (SPD) schlug als Alternative eine ans Lago grenzende Fläche vor. Ob es in den nächsten Jahren überhaupt zum Bau eines Mehrgenerationenspielplatzes kommen wird, ist ungewiss. Die Kosten in Höhe von rund 100 000 Euro sind nämlich nicht im Haushalt eingeplant.