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Gratis-Internet ist in Herne auf einem guten Weg

05.01.2016 | 20:00 Uhr
Gratis-Internet ist in Herne auf einem guten Weg
Noch liegt Herne beim Freifunk „Außerhalb des Bereichs“. Das soll sich ändern.Foto: Bastian Haumann

Herne.   Neues vom Freifunk in Herne: Ein breit aufgestellter Arbeitskreis will freies und kostenloses WLAN-Angebot ausweiten.

Im September 2014 hat die Fraktion Piraten-AL einen ersten Vorstoß für freies WLAN in Herne gestartet. Die Ratsmehrheit lehnte es damals jedoch ab, einen entsprechenden Prüfauftrag an die Verwaltung zu richten. Ein Jahr später war in dem Ringen um kostenloses und freies Internet ein Tiefpunkt erreicht, als der damalige OB Horst Schiereck ein solches Angebot für Flüchtlingsunterkünfte als „Luxusproblem“ bezeichnete. Mittlerweile sei Herne „auf einem guten Weg“, erklären Andreas Prennig (Piraten) und Alexander Vogt (SPD) auf WAZ-Anfrage.

Sowohl der Fraktionsvorsitzende von Piraten-AL als auch der medienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion gehören einem Arbeitskreis an, der Gratis-Internet in Herne und Wanne-Eickel fördern und voranbringen will. Wie das konkret geschehen könnte, darüber soll nach der ersten Arbeitskreis-Sitzung des Jahres 2016 informiert werden.

Zurzeit gebe es im Gebiet Freifunk-Emscherland - dazu zählen u.a. auch das Vest, Gelsenkirchen und Bottrop - insgesamt 371 sogenannte Knotenpunkte, über die man sich einwählen könne, so Prennig. „Andere Städte sind bei diesem Thema sehr viel weiter als Herne“, räumt er ein. Die Zusammensetzung des Arbeitskreises lässt jedoch auf einen Schub in Sachen freies WLAN hoffen: Dem Gremium gehörten neben Politikern aller Ratsfraktionen und -gruppen (mit Ausnahme der AfD) unter anderem Vertreter der Verwaltung, der Stadtwerke, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der Stadtmarketing Herne und der Interessengemeinschaft Herne-City an, berichtet der SPD-Politiker Vogt.

Ein wesentliches Ziel sei es, die Freifunk-Idee bekannter zu machen, sagt Andreas Prennig. Schließlich sei Freifunk „ein Geben und Nehmen“. Hintergrund: Am Auf- und Ausbau dieses Bürgernetzes kann sich praktisch jeder beteiligen, indem er eine gewisse Bandbreite des eigenen Internetanschlusses zur Verfügung stellt.

Malteser baten um Hilfe

Jenseits seiner Tätigkeit im Rat und im Arbeitskreis ist Prennig bereits seit Monaten als Aktivist der Initiative Freifunk-Ruhrgebiet (wir berichteten) unterwegs. So ist der Chemietechniker zurzeit beispielsweise auf Bitte des Malteser Hilfsdienstes in der Großunterkunft an der Dorstener Straße am Ball: Mit anderen Mitgliedern der Freifunk-Initiative richtet er dort – auf ehrenamtlicher Basis – Gratis-Internet für die Flüchtlingsunterkunft Dorstener Straße ein. „Das ist nicht ganz so einfach“, sagt Prennig. Schließlich müsse man davon ausgehen, dass bei einer vollen Belegung der 1000er-Unterkunft bis zu 600 Flüchtlinge gleichzeitig online gehen wollen. Auch in der Flüchtlingsunterkunft des DRK in der Görresschule bemüht sich Prennig zurzeit um freies WLAN.

Redaktion

Kommentare
06.01.2016
06:42
Gratis-Internet ist in Herne auf einem guten Weg
von boaheyglaubse | #1

Um sich, wie für die Kölner Silvesteraktion zu verabreden, benötigt eine gewisse Klientel freies Internet. Ich bin gerne bereit für solche Aktionen...
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4 Antworten
Gratis-Internet ist in Herne auf einem guten Weg
von onesane | #1-1

Leider wahr... An jedem schon bestehenden Hot-Spot zu sehen.

Gratis-Internet ist in Herne auf einem guten Weg
von osis | #1-2

Klar... Am besten alle über einen Kamm scheren.

Deutsche sind auch alle Nazis...Gehts noch?

Wie wäre es Kriminelle und Arschlöcher mal nicht an Ethnien festzumachen?

Gratis-Internet ist in Herne auf einem guten Weg
von h-w-j | #1-3

Über solcher Art Kommentare kann man nur den Kopf schütteln!
Gehts noch primitiver?

Was denn?
von onesane | #1-4

2008 errichtete ich einen Hotspot, böser Fehler. Innerhalb von wenigen Tagen lungerte vor dem Haus eine Clientel, die man hier nicht beschreiben darf? Tut mir leid, es waren keine Nazis. 2010, nach einem Umzug dasselbe Spielchen. Nach Registrierungspflicht für den Zugang meldeten sich genau 0 (null).Meine Tochter, ein durchaus taffer, Physik und Mathematik studierender Tween,die auch nachts U-Bahn fährt und ihr mitgeführtes Pfefferspray ohne Rücksicht auf ethnische Angehörigkeit einsetzt meidet manche Geschäfte in Bochum seit Einführung der Hotspots dort. Es sei einfach zu ätzend und nervend, als Frau dort durch zu müssen. Warum darf ich das nicht sagen ohne in die rechte Ecke geschoben zu werdenn? Es sind erlebte Fakten und keine Geschichten aus 1000 und einer Nacht! Sie können es ja gerne selber ausprobieren, richten Sie doch einen Hotspot bei sich zuhause ein. Für Flüchtlingsheime befürworte ich freies W-Lan. Jetzt schüttelt mal schön primitiv euren Kopf.

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2016-01-05 20:00
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