Graf’s Reisen investiert kräftig in acht neue Busse

Als „Zugabe“ gab’s ein Modell: (v.l.) Maike Graf-Thüring, Bernhard Telaar (Setra), Anja Graf und Jürgen Föhr (Setra) bei der Übergabe der Reisebusse.
Als „Zugabe“ gab’s ein Modell: (v.l.) Maike Graf-Thüring, Bernhard Telaar (Setra), Anja Graf und Jürgen Föhr (Setra) bei der Übergabe der Reisebusse.
Foto: Ralph Bodemer
Was wir bereits wissen
Graf’s Reisen frischt seine Busflotte auf. Das Unternehmen investiert für acht neue Fahrzeuge einen deutlich einstelligen Millionenbetrag.

Herne..  Graf’s Reisen frischt seine Busflotte auf. Das Unternehmen investiert dafür einen „deutlich einstelligen Millionenbetrag“ wie Geschäftsführerin Anja Graf im Gespräch mit der WAZ-Redaktion sagte.

Bereits seit dem vergangenen Herbst rollen vier zusätzliche Doppelstock-Fernlinienbusse. Dadurch wurde die Frequenz auf den bestehenden Flixbus-Fernbuslinien „Köln - Berlin“ und „Düsseldorf - Dresden“ erhöht. Graf’s Reisen fährt u.a. auf diesen Strecken im Auftrag des Fernbus-Unternehmens Flixbus. Die Nummer Zwei der Branche hat Anfang des Jahres mit dem Marktführer MeinFernbus fusioniert. Welche Auswirkung der Zusammenschluss auf Graf’s Reisen hat, sei noch nicht klar. Vor dem Hintergrund, dass beide Unternehmen bereits Tickets verkauft hätten, laufe der Betrieb zurzeit wie üblich, so Graf.

Darüber hinaus stehen seit wenigen Tagen vier Reisebusse – wie die Doppelstöcker von der Marke Setra – auf dem Betriebshof Edmund-Weber-Straße in Röhlinghausen. Bislang haben sie lediglich die Überführungsfahrt vom Setra-Werk in Ulm nach Wanne absolviert. Die Busse ersetzen vier andere Fahrzeuge, die acht Jahre für Graf’s Reisen unterwegs waren.

Viel Sicherheitstechnik

„Sie fahren sich wie ein Pkw, haben die Fahrer erzählt, die die Überführung gemacht haben“, so Anja Graf. Setzt man sich als Pkw-Fahrer hinter das Lenkrad, erscheint dies auf den ersten Blick eine kühne Aussage. Man blickt auf etwa 50 bis 60 Schalter, hinzu kommen mehrere Bildschirme mit Informationen. Allerdings: Ist die Zündung erstmal eingeschaltet, ließe sich der Bus mit der Einstellung „D“ tatsächlich in Gang setzen - das Fahrzeug verfügt über ein Automatikgetriebe. Wichtige Funktionen - wie der Tempomat oder das Navigationssystem - sind ins Lenkrad integriert. „Für den Fahrer wird es dadurch stressfreier, und er kann sich besser auf den Verkehr konzentrieren“, erläutert Jürgen Föhr, der bei Setra für den Vertrieb verantwortlich ist.

Auch wenn die Fahrer die mehr als ein Dutzend Meter langen Busse mit einem Pkw vergleichen: Das komplette Fahrpersonal bei Graf’s erhält in den kommenden Tagen ein mehrstündige Einführung in die Technik.

Denn die ist umfangreich, die Fahrer haben eine ganz Reihe von „Assistenten“, die der Sicherheit dienen: eine elektronisches Bremssystem, ein Spurhaltesystem, eine Front- und Rückfahrkamera, eine Reifendrucküberwachung oder eine Brandmeldeanlage für den Motorraum. Außerdem gibt es einen Abstandsregeltempomaten, der immer die sichere Distanz zu anderen Fahrzeugen hält. Darüber hinaus ist der Bus in der Lage, eine eigene Bremsung einzuleiten, wenn der Fahrer eine Zeit lang keine Rückmeldung mehr an den Bus gibt.

Anja Graf: „Wir haben uns für diese Busse entschieden, weil sie eine hohe Wirtschaftlichkeit, Leistung und Komfort bieten und die Umweltschutzvorgaben nach der Euro VI erfüllen.“