Google soll in Herne nun für „Street View“ zahlen
13.07.2010 | 11:58 Uhr 2010-07-13T11:58:00+0200
Herne.Die Stadt Herne hat den im März auf Initiative der FDP-Fraktion beschlossenen Ratsbeschluss zum Thema Kamerafahrten von Google-Street View nun „in vollem Umfang umgesetzt“.
Hintergrund: Die Kamerafahrten des Online-Portals Google Street View, das derzeit in Deutschland sämtliche Gebäude und Plätze fotografiert, um sie ins Internet zu stellen, waren der FDP sauer aufgestoßen. Sie schlugen dem Rat vor, von Google eine Sondernutzungsgebühr von 20 Euro pro gefilmten Kilometer zu verlangen. Außerdem sollte die Stadt Widerspruch einlegen gegen das Fotografieren ihrer städtischer Gebäude, und ein Musterwiderspruch für Hausbesitzer und Mieter sollte den Bürgern bereitgestellt werden.
Nach dem grünen Licht des Rates für den Vorschlag seien nun die Ergebnisse umgesetzt worden, berichten die Liberalen. Heißt: Die Sondernutzungsgebühr sei aufgenommen, Widerspruch gegen die Speicherung und Veröffentlichung der kommunalen Gebäude und Grundstücke erhoben worden. Nicht zuletzt, so die FDP, seien die städtischen Mehrheitsgesellschaften gebeten worden, auch für ihre Gebäude und Grundstücke Widerspruch einzureichen. Konkret gebe es hierzu eine Rückmeldung der Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen GmbH, die bereits Widerspruch eingelegt hätten.
Ein Musterwiderspruch für die Bürger sei seit Ende März 2010 auf der Internetseite der Stadt abrufbar, darüber hinaus lagen vier Wochen lang Widerspruchslisten in den Bürgerlokalen Herne und Wanne aus. Ergebnis: Hier haben sich rund 300 Bürger eingetragen, so die Liberalen.
16:40
Kann jemand mal die alten S**** aus dem Stadtrat nehmen !? Ist doch unglaublich wie unsere Politiker ( gerade auch die FDP ) mit der Sache umgehen. Nur weil unser Schatzmeister nicht mehr weiss wo er die Kohle her nehmen soll :( Und schon alleine der Witz mit den öffendlichen Gebäuden *lach* !!!! Weiss garnicht wovor die Angst haben. Wenn man sich mal die Bilder aus Essen anschaut, wird man feststellen das die teilweise aus 2008 sind. Oder *fällt mir gerade ein* ist der ganze Stadtrat zu der Zeit fremd gegangen ? Also last google machen und wir können uns unsere Stadt bald auch im Internet ansehen.
20:10
Frage: hatte Herne was da gegen, das die Stadt auch in Google Earth zu sehen ist, und sogar die hinterhöfe. Beantwortet die Frage euch selbst..!!
10:41
Dies ist mal wieder typisch für Herne. Statt Google Streetview als Chance zu sehen das eigene Stadtmarketing zu unterstützen, wird unüberlegt ins Jagdhorn gestoßen. Herne ist noch immer im Mittelalter verblieben (hat ja auch ein Schloss). Vielleicht könnte man auch die Inquisition wieder einführen. Was Wunder, dass der Begriff Wanne-Eickel immer noch weltweit! einen höheren Bekanntheitsgrad als Herne hat. Vielleicht sollte man über eine Umbenennung von Herne in Wanne-Eickel abstimmen und auch gleich die Verwaltung auswechseln.
12:33
Hat die Stadtverwaltung etwa Angst, dass herauskommen könnte, dass die Verwalzung überbesetzt ist?
Diese Verwaltung einschließlich ihres Fähnleinführers Schiereck sollte sich lieber Gedanken über vernünftige - die Betonung liegt auf vernünftige - Maßnahmen machen, um mehr Geld einzusparen.
Nur mit Gebührenerhöhungen oder neue Gebühren ist es nicht getan.
12:39
Das ganze Geschrei um Datenschutz und Privatshäre ist ein Witz!!!
Erstens sind die eingestellten Fotos keine Livebilder, sondern schon einige Wochen oder Monate alt.
Zweitens wird für das Stillleben A40 aber eine StreetView-ähnliche Darstellung der Strecke verwendet.....
http://www.wdr.de/themen/kultur/360grad/a40/index.php?rubrikenstyle=quiz_und_spiele
So etwas verlogenes......da fällt mir nur noch Liebermann zu ein: Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!.
11:29
Hier versucht doch nur wieder eine müde Kommunalverwaltung Geld zu machen und den Bürgern vorzugaukeln es geht um die Privatsphäre.
http://www.tim-online.nrw.de
Vielleicht lernen die Stadtoberhäupter auch mal, dass es zwischenzeitlich mündige Bürgerinnen und Bürger gibt, die ihre Rechte selbst in die Hand nehmen können.
10:19
@23. Deine Einkaufsvorlieben bekommst Du als GMail-Benutzer schon jetzt mit zielgerichteter Werbung durch Dritte präsentiert, weil bei Google die Standard-Profileinstellungen immer auf Freizügig weiterverarbeiten eingestellt sind.
Und nicht für entfernte Länder mit anderen Sitten, sondern gelebte Praxis in Deutschland.
In Deutschland fehlt nur noch die Verknüpfung von Daten der Scoring-Agenturen und einer Telefondatenbank. So ist das alles noch etwas schwammig.
09:24
Man sollte keine Gebühren nehmen, sondern die Aktion komplett per Gesetz verbieten. Technischer Fortschritt und Liberalität äussern sich nicht darin, dass alle Daten auf ausländischen Servern landen und dort miteinander verknüpft werden. Dies gilt für Google ebenso wie für Facebook (Foto, Hobbys), Amazon (Vorlieben, Geschmack) oder Onlinespiele (Bezahlung mit Klarnamen und Adresse). Das Problem liegt darin, dass diese Unternehmen ihre Daten austauschen und damit detallierte Profile entstehen, die nun auch noch dank Street View um ein Foto des Wohnhauses ergänzt werden. Wer will den Google verbieten, dass Street View zukünftig nicht auch noch zu jedem Haus die Bewohner mit Klarnamen, Foto, Hobbys, Einkaufsvorlieben, Reisetätigkeit und Onlinespielaccount anzeigt?
08:27
Alles heiße Luft und Dummschwätz von ahnungslosen Politikern. Das ist die Rechtslage: Was von der Straße aus sichtbar ist, darf in dieser Form auch fotografiert werden. Ausnahme Menschen, die nicht Beiwerk – also erkennbar porträtiert – sind. Und ein für den Straßenverkehr amtlich zugelassenes Fahrzeug darf auch in Herne auf öffentlich zugelassenen Straßen gebührenfrei fahren, daran können selbst Herner Lokalpolitiker nichts ändern. Die ganze Diskussion ist überflüssig.
21:38
Lustig an der ganzen Sache ist, dass der Artikel mit dem Wort Liberalen endet...