Gewerkschaft warnt vor Tricks beim Mindestlohn

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) warnt Arbeitgeber davor, sich um den Stundenlohn von 8,50 Euro herum zu mogeln. Rund 13 600 Beschäftigte in Herne profitieren laut NGG vom neuen gesetzlichen Mindestlohn. Aber gerade sie sollten jetzt aufpassen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) warnt: „Wenn der Chef einen neuen Arbeitsvertrag vorlegt und dabei auf den neuen Stundenlohn von 8,50 Euro verweist, ist Vorsicht geboten“, sagt NGG-Geschäftsführerin Yvonne Sachtje. „Konkret sieht das dann so aus, dass die Betriebe kein Urlaubsgeld mehr zahlen oder das Weihnachtsgeld streichen. Auch Nachtzuschläge oder Extrazahlungen für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen könnten in einem neuen Arbeitsvertrag gestrichen werden.

Wer vom Arbeitgeber aufgefordert wird, einen neuen Arbeitsvertrag zu unterschreiben, kann sich bei der DGB-Mindestlohn-Hotline informieren: 0391 / 40 88 003.