„Gesetzlich verordnete Armutsfalle beseitigen“

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„Die Armut ist weiblich.“ Diese These vertrat die ehemalige DGB-Vize Ursula Engelen-Kefer nun bei einer Veranstaltung der sozialdemokratischen Frauen (AsF) in Herne.

Sie forderte, die „gesetzlich verordnete Armutsfalle der Minijobs endlich zu beseitigen“. Diese betreffe inzwischen etwa fünf Millionen Frauen. Grundsätzlich müssten alle Arbeitsverhältnisse in die Sozialversicherungspflicht einbezogen werden. Zur Bekämpfung der Armut im Alter für Frauen „müssen die massiven Verschlechterungen von Rentenniveau und Rentenleistungen seit der Riester- und Rüruprente wieder zurückgenommen werden.“

Ein weiterer wichtiger Punkt ihres Vortrages war ihre Forderung nach einem Entgeltgleichheitsgesetz. „Erforderlich ist ein Entgeltgleichheitsgesetz, das nicht nur an den Symptomen herumkuriert, sondern die Ursachen für die weit klaffenden Lohnlücken endlich anpackt.“ Schließlich sei die massive Lohndiskriminierung von Frauen auf allen beruflichen Ebenen seit Jahren hinlänglich bekannt.