Galerie Wurm in Herne zeigt Skulpturen und Papierarbeiten

Galeristin Malen Wurm in ihrer Galerie.
Galeristin Malen Wurm in ihrer Galerie.
Foto: Ralph Bodemer
Was wir bereits wissen
Galeristin Malen Wurm hat Arbeiten von Frank Leske /Holz) mit Werken von Rainer Storck (Papier) kombiniert.

Herne..  Eine Gegenüberstellung der besonderen Art ist in der Galerie Wurm zu sehen. „Skulpturen sind ja eigentlich nicht so meine Sache“, sagt Galeristin Malen Wurm. Aber die Arbeiten von Frank Leske haben sie sofort fasziniert. Da war die Idee geboren, seine Werke mit neueren Arbeiten von Rainer Storck zu kombinieren. Das Zusammenspiel der beiden künstlerischen Positionen klappt.

Rainer Storck hat seine neueren Collagen noch mehr reduziert. Da treffen einzelne, ganz unterschiedliche Papiere und Pappen aufeinander. Mal sind blütenweiße Büttenpapiere, mal sind es braune Pappen oder auch Reste von eigenen Aquarellen. Sie werden gerissen oder exakt zugeschnitten, so dass sich gerade und ausfransende Linien gegenüberstehen. Seine Blätter können einerseits fast konstruktiv und geometrisch wirken, andererseits auch sehr spielerisch. Die Papiere überlagern sich und werden zu reliefhaften Papierobjekten. In diese Blätter zeichnet er sparsame Linien, die oft die Kanten der Papiere aufnehmen oder auch kontrastieren.

Frank Leskes Skulpturen setzen sich scheinbar aus einzelnen, senkrecht übereinander geschichteten Formen zusammen. Schaut man genauer hin, wird aber deutlich, dass sie mit der Kettensäge aus einem Baumstamm geschnitten sind. Glatt geschliffen werden einzelne Flächen mit weißer Farbe markiert. Die Einzelformen verändern sich leicht. Sie werden ein wenig gedreht oder aus der Achse gekippt. So entsteht eine sanfte Bewegung von einzelnen Elementen, die den möglichen Wuchs des Stamms aufnimmt. Die Abfolge der einzelnen Formen schafft eine ganz besondere Rhythmisierung. Schaut man sich die Skulpturen aus der Nähe an, werden die Maserung und natürlichen Risse im Holz deutlich, die oft gegen die geschnittenen Formen stehen.

Beide Künstler arbeiten mit ganz einfachen Mitteln, die sie geschickt einsetzen, um sehr subtile Wirkungen zu erzielen. Ihre Gegenüberstellung ist einfach eine gelungene Kombination.