Gänse stören Freibad-Betrieb im Herner Südpool

Tierischen Ärger machen auch in diesem Jahr wieder Gänse, die sich auf dem Freigelände des Südpool heimisch gemacht haben. Mit Hunden vertrieben werden sollen sie diesmal nicht.
Tierischen Ärger machen auch in diesem Jahr wieder Gänse, die sich auf dem Freigelände des Südpool heimisch gemacht haben. Mit Hunden vertrieben werden sollen sie diesmal nicht.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Im Südpool in Herne hat sich auf den Liegewiesen wieder Federvieh breitgemacht: Badegäste ärgern sich über die Hinterlassenschaften der Gänse.

Herne..  Im Südpool sind die Gänse wieder da. Genüsslich fressen sie das Gras auf den Liegewiesen, trinken gelegentlich ein Schlückchen von dem Badewasser. Und sie hinterlassen Kot auf der Wiese, die knapp zehn Großvögel und ihr Nachwuchs. Das Becken ist (noch) sauber. Vor knapp einem Monat hatte Stadtwerke-Sprecherin Angelika Kurzawa gegenüber der WAZ eine erneute Gänseplage noch verneint. Thorsten Kinhöfer, Leiter des Südpools, muss nun aber bestätigen: „Wir haben wieder ein Gänse-Problem.“

Momentan, sagt er, sei man noch dabei, Lösungen zu suchen. „Aktuell sehen wir keine Gefahr für unsere Besucher.“ Wenn schon nicht gefährlich, dann zumindest ekelig fand Badegast Friedrich Weiers die Hinterlassenschaften. Eigentlich wollte er bei dem schönen Wetter nur endlich mal draußen schwimmen. Was er am Südpool vorfand, verdarb ihm allerdings die Freude: Auf der ganzen Wiese liege der Kot Da habe er dann auch schnell „Kacke am Schuh“ gehabt. Andere Besucher hätten sogar lieber auf den Steinen gelegen, als sich auf der Wiese zu beschmutzen.

Zur Erinnerung: Schon vor drei Jahren hatten Großgänse den Freibad-Betrieb in Herne-Süd erheblich gestört. Auf den Liegewiesen fraßen sie das Gras. „Die Hinterlassenschaften sind den Freibadbesuchern nicht zuzumuten“, sagte Stadtwerkesprecherin Angelika Kurzawa damals – und verschob den Freibadstart kurzerhand um eine Woche. Ein Hund hatte die Gänse durch ständiges Bellen schließlich verscheucht.

Das komme dieses Mal als Lösung nicht infrage, sagt Thorsten Kinhöfer. Schließlich stehen die Großgänse bis zum 16. Juli unter Schonzeit. Außerdem verbiete ein strenges Tierschutzgesetz das Hetzen der Tiere. „Wir haben hier keine Handhabe“, so Kinhöfer. Einzige Möglichkeit sei momentan, dass Mitarbeiter die Gänse durch Klatschen verscheuchen. „Aber die Vögel fliegen rüber in den Teich, warten bis wir weg sind und kommen dann wieder.“ Als erstes soll jetzt der Rasen der 20 Hektar großen Liegewiesen gemäht werden. „Damit werden wir schon einmal viele Hinterlassenschaften beseitigen.“

Am kommenden Montag nun findet ein Gespräch mit der Oberen und Unteren Jagdbehörde statt. Dort soll über weitere Vorgehen abgestimmt werden. Kinhöfer sieht aktuell keine Notwendigkeit für Sperrungen im Freibadbereich. „Wenn es mit den Gänsen aber weiter Theater gibt, dann machen wir hier zu.“