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EU-Projekt

Für mehr Sicherheit in der Ausbildung

08.12.2011 | 18:38 Uhr
Für mehr Sicherheit in der Ausbildung
In Firmen, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen in der türkischen Stadt Gönen informierten sich die Teilnehmer des Projekts über Sicherheitsstandards. Foto: privat

Wanne-Eickel./Herne.   Das Emschertal-Berufskolleg beteiligt sich mit internationalen Partnern an der Entwicklung von Konzepten, die mit einheitlichen Standards zu mehr Sicherheit in der beruflichen Ausbildung beitragen sollen.

Konzepte zu entwickeln, mit denen die Arbeitssicherheit in der beruflichen Ausbildung und damit später in den Betrieben verbessert werden kann, hat sich ein von der EU gefördertes Projekt zur Aufgabe gemacht. Neben Kollegs aus der Türkei und Slowakei, aus Italien und Polen ist daran auch das Emschertal-Berufskolleg beteiligt.

Ein erstes Treffen, an dem drei Lehrer aus Herne teilnahmen, hat gerade im türkischen Gönen stattgefunden, wo sich die Delegationen sowohl in Berufsschulen als auch in unterschiedlichsten Betrieben umsahen – vom mittelständischen Unternehmen aus der Lebensmittelbranche bis zur hochmodernen Fiat-Niederlassung. „Ziel ist es, in der Ausbildung auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit zu vergleichbaren EU-Standards zu kommen“, sagt Ralf Wehling vom Emschertal-Berufskolleg. Deshalb gab es neben Besichtigungen auch Workshops, in denen die Teilnehmer die Vorkehrungen zur Arbeitssicherheit in den jeweiligen Ländern analysierten.

Um das Thema sowohl Ausbildern als auch Auszubildenden näher zu bringen, soll ein praxisorientiertes Handbuch konzipiert und veröffentlicht werden, zunächst in englischer Sprache, später aber auch in den jeweiligen Landessprachen. „Wir wollen viel mit Darstellungen und Bildern arbeiten“, sagt Margarete Hölters, die am Emschertal-Berufskolleg Gestaltungstechnik und Deutsch unterrichtet. „Es soll möglichst selbsterklärend sein.“ Auf das Projekt sei sogar das entsprechende türkische Ministerium aufmerksam geworden. Es entsandte eine Mitarbeiterin, die das Konzept vorstellte, an dem das Ministerium gerade selbst arbeite. „Arbeitssicherheit ist für die Türkei ein wichtiges Thema“, so Wehling.

Als Begleiteffekt des Projekts hofft Margarete Hölters, „für unser Kolleg endlich eine Partnerschule in der Türkei zu finden.“ Über den Besuch von Lehrergruppen hinaus, wünschen sich Wehling und Hölters auch einen Schüleraustausch.

Gabriele Heimeier

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