Fünf Menschen werden bei einem Feuer in Herne verletzt

Brand in einem Haus in der Claudiusstraße in Herne: Die Polizei kann einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht ausschließen.
Brand in einem Haus in der Claudiusstraße in Herne: Die Polizei kann einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht ausschließen.
Was wir bereits wissen
Bei einem Brand in Herne werden fünf Ausländer verletzt. Hinweis auf fremdenfeindlichen Hintergrund gibt es nicht. Dennoch ermittelt der Staatsschutz.

Herne.. Bei einem Feuer in einem ausschließlich von Ausländern bewohnten Mehrfamilienhaus in Herne sind am frühen Samstagmorgen fünf Menschen verletzt worden. Die Brandursache war zunächst unbekannt. Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund gebe es bislang nicht: "Vielleicht hat auch einfach jemand unachtsam eine Zigarette im Holz-Treppenhaus weggeworfen", so ein Polizeisprecher. Da aber ein möglicher Anschlag nicht ausgeschlossen werden könne, habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Das Feuer in dem dreistöckigen Haus im Stadtteil Wanne-Eickel zerstörte die Treppe und machte es damit unbewohnbar. In dem Haus sind offiziell zehn Menschen gemeldet. Wie viele sich zum Zeitpunkt des Brandes dort aufhielten, sei aber nicht bekannt, sagte der Sprecher.

Schürfwunden und Knochenbrüche

Die Feuerwehr rettete fünf Menschen mit einer Drehleiter aus dem obersten Stockwerk. Weitere Bewohner brachten sich mit Sprüngen aus Fenstern im ersten Stock in Sicherheit. Zwei Menschen erlitten dabei Knochenbrüche, zwei weitere kamen mit Verdacht auf Rauchvergiftungen ins Krankenhaus. Eine Person zog sich Schürfwunden zu. Zur Schadenshöhe wurde nichts bekannt. Zur Ermittlung der Brandursache soll ein Sachverständiger den Brandort am Montag in Augenschein nehmen. (we/dpa)