Fritz Eckengas saloppe Gedanken zum Zeitgeist

Der Kabarettist Fritz Eckenga.
Der Kabarettist Fritz Eckenga.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Dortmunder Kabarettist trat in den Flottmannhallen auf und beschäftigte sich u.a. mit dem Ansehen Deutschlands im Ausland.

Herne..  Verwaschene Jeans und offenes Hemd – Fritz Eckenga wirkt genauso salopp wie sein Programm „Von vorn“, in dem er am Freitagabend in den Flottmannhallen den so genannten „Zeitgeist“ näher unter die Lupe nahm.

Das Verhältnis des modernen Menschen zu Computer und Smartphone und seine Auswirkungen auf das menschliche Gehirn sind für den quirligen Kabarettisten Anlass für tiefschürfende Überlegungen: In einer Kneipe lässt er sich bei etlichen Pils das Prinzip des Outsourcens erklären und kommt dabei zu der Erkenntnis, dass dieser Prozess auch auf das menschliche Gehirn übergegriffen hat. Auch die Sprache bleibt davon nicht unberührt, wie Eckengas eigene Unterhaltungen mit seinem Tablet „Sandra“ zeigen, das – oder die? – manchmal an Wortfindungsstörungen leidet, zurückzuführen auf den Ladestatus des Akkus.

Auch das Ansehen Deutschlands im Ausland beschäftigt Eckenga: Als Abhilfe gegen die Unbeliebtheit der geldstarken Deutschen in den von der Wirtschaftskrise weitaus stärker gebeutelten EU-Nachbarländern schlägt er statt Geldzahlungen vor, ihnen doch unsere besten Köpfe als Sanierer zu schicken. Wolfgang Clement könnte die spanische Jugendarbeitslosigkeit um 100 Prozent kürzen, in dem er die Hälfte in eine von ihm geleitete Zeitarbeitsfirma vermitteln lässt – und zwar von Auszubildenden in Erwartungshaltung, die in den Jobcentern ein Praktikum absolvieren. Und Thomas Middelhoff könnte Frankreich in die geordnete Insolvenz führen. Doch von dieser Idee nimmt Fritz Eckenga schnell wieder Abstand. Wir müssen schon selbst mit unseren Experten klarkommen – Inklusion heißt das jetzt.