Fritz Eckenga spricht „Von vorn“ bei Flottmann

Fritz Eckenga garantiert, dass die Besucher mit einer Eintrittskarte das Recht erwerben, von der Konfrontation mit topmodernem Sprachunrat verschont zu werden. Und dass in seinem ständig aktualisierten Programm „Von vorn“ auch zukünftig immer von vorn „gesprochen“ und nicht „nachhaltig kommuniziert“ werde. Am Freitag, 29. Mai, ist der Kabarettist mit eben diesem in den Flottmann-Hallen, Straße des Bohrhammers 5, zu Gast. Eckenga ist „mit Freude bei der Sache“, keinesfalls aber „brutal motiviert“. Und bei ihm stehe nichts „auf der Agenda“, heißt es weiter. Und weil Geiz nach wie vor hässlich mache, lege Eckenga aus eigenem Interesse Wert darauf, seine Talente möglichst verschwenderisch zu präsentieren. Der Künstler möchte sich außerdem bei seinen Zuschauern bedanken, die es seit Jahren nicht in ihren Behausungen aushielten und stattdessen lieber gegen eine Gebühr vor ihm herumsäßen, um sich etwas sagen zu lassen, das sie sich noch nicht mal aussuchen könnten. Ohne sie hätte er niemals das werden können, was er heute ist: eine Institution! Zu vergleichen allenfalls noch mit anderen Institutionen wie dem Hauptbahnhof oder irgendeiner Tanke, an der es nachts um halb drei noch Dosengulasch gibt, wirbt er für sein Gastspiel weiter.