Frauen-WM – Hernes Fußballerinnen jubeln mit

Emotionale Frauen: Die WM in Kanada stößt in Herne durchaus auf Interesse. Das Bild von 2014 zeigt die Frauen der DJK Falkenhorst.
Emotionale Frauen: Die WM in Kanada stößt in Herne durchaus auf Interesse. Das Bild von 2014 zeigt die Frauen der DJK Falkenhorst.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Hernes Damenvereine verfolgen die Frauen-WM in Kanada. Doch das Interesse an den Männerturnieren ist deutlich größer.

Noch zwei Spiele, dann könnte die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen Weltmeister sein. Heute Nacht steht zunächst das Halbfinale gegen die USA an. Auch die Herner Damenteams drücken kräftig die Daumen, die WM ist für sie ein großes Thema. So emotional wie bei einer Männer-WM geht es aber längst nicht zu.

Die Damenmannschaft der Spielvereinigung Horsthausen ist vor einigen Tagen in die Bezirksliga aufgestiegen, nun ist Sommerpause. „Einige Spielerinnen sind natürlich in den Urlaub gefahren. Daher ist es momentan schwierig, WM-Spiele gemeinsam zu schauen“, sagt Dana Zahnhausen, Betreuerin und sportliche Leiterin der Mannschaft. Am Donnerstag startet das Training wieder. „Vielleicht schauen wir uns das Finale zusammen als Mannschaft an. Die Möglichkeit, bei uns im Vereinsheim zu schauen, besteht jedenfalls“, so Zahnhausen.

Auch der VfB Börnig befindet sich derzeit in der Sommerpause. „Es fällt klar auf, dass die Aufmerksamkeit für die Frauenfußball-WM bei uns nicht die gleiche wie bei der Herren-WM ist“, sagt Trainer Björn Bakenecker. Einige hätten zwar einzelne Spiele zusammen geguckt, aber längst nicht so intensiv wie bei einer Weltmeisterschaft der Männer. Auch das Halbfinale gegen die USA (Mittwoch, 1 Uhr MESZ) steht nicht auf dem Vereinsprogramm. „Die meisten müssen ja am nächsten Tag wieder arbeiten“, so Bakenecker. Beim Bau eines Kunstrasenplatzes, den der Verein derzeit in Eigenregie durchführt, sei die WM aber schon Thema. „Das Finale wollen wir wahrscheinlich auch zusammen im Vereinsheim schauen“, sagt Bakenecker.

„80 Prozent der Spielerinnen schauen die Partien“

Der Platz der Sportfreunde Wanne-Eickel ist momentan ebenfalls eine einzige Baustelle, auch dieser Verein errichtet in Eigenregie einen Kunstrasenplatz. „Daher ist es bei uns nicht möglich, die WM als Verein zu verfolgen“, bedauert Damian Smuda, Trainer der Damenmannschaft. Rund 80 Prozent seiner Spielerinnen, schätzt er, verfolgten die Partien der Nationalmannschaft jedoch intensiv. In Grüppchen würden die Spiele privat geschaut – auch Smuda, Fan des Frauenfußballs, sitzt zu den Spielen regelmäßig vor dem Fernseher. Der Trainer sagt: „Ich rate meinen Damen, sich immer die Spiele anzuschauen, um zu sehen, wie Damenfußball richtig gut geht.“