Frauen und Mädchen tanzen in Herne wieder gegen Gewalt

Jugendliche aus der Jugendkunstschule samt Müttern und Omas sowie Mitarbeiterinnen des Frauenhauses proben  den "One Billion Rising"-Auftritt auf dem Robert-Brauner-Platz.
Jugendliche aus der Jugendkunstschule samt Müttern und Omas sowie Mitarbeiterinnen des Frauenhauses proben den "One Billion Rising"-Auftritt auf dem Robert-Brauner-Platz.
Foto: FUNKE Foto Services
Als Vorbereitung auf die Teilnahme an der weltweiten Aktion „One Billion Rising“ haben Frauen jetzt in der Jugendkunstschule Tanzschritte eingeübt.

Herne..  „Tanz für ein Ende, Tanz um den Schmerz zu stoppen“, ertönt es wieder aus der Musikanlage in der Jugendkunstschule Wanne-Eickel. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr haben sich erneut rund 20 Frauen und Mädchen aus dem Frauenhaus und der Jugendkunstschule zur Probe eingefunden, um tänzerisch ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. „One Billion Rising“ (auf Deutsch: eine Milliarde erhebt sich) nennt sich die internationale Kampagne, die vor zwei Jahren von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler gegründet wurde. 2014 kamen in Herne um die 200 Menschen auf dem Robert-Brauner-Platz zusammen, um sich für Gewaltfreiheit stark zu machen und zu tanzen. „Ich war begeistert.“, erinnert sich Beate Kaupen (57), Mitarbeiterin im Frauenhaus. „Die unterschiedlichsten Menschen haben sich spontan angeschlossen und mitreißen lassen.“ Besonders berührt habe sie, dass viele Männer dabei gewesen sind.

„Es war eine kurze, knackige Sache“, ergänzt Uta Bücking (45), die die Choreographie entwickelt hat. Sie übt gerade mit der Gruppe die Schritte und Bewegungen vor dem Spiegel ein. Wichtig sei ihr gewesen, dass die Symbolik des Liedes aufgegriffen wird und der Tanz dennoch einfach bleibt, damit jeder sofort mitmachen kann. „Es gibt eine vorgegebene Choreographie, aber jede Stadt wandelt sie ein wenig ab“, erklärt sie.

Alle Beteiligten sind gespannt, wie die spontane Tanzaktion in diesem Jahr aufgenommen wird. „Es ist ein wichtiges Thema. Wenn es über die Musik vermittelt werden kann und die Menschen sensibilisiert, haben wir viel erreicht“, findet Kaupen