Franz Müntefering verteidigt Gesetz

Franz Müntefering, einer der „Architekten“ der Hartz-Gesetze, verteidigt die Reformierung des Arbeitsmarktes. Die Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe sei richtig gewesen. Sie habe die Probleme auf dem Arbeitsmarkt zwar nicht gelöst, aber doch deutlich reduziert, sagt Müntefering, der damalige SPD-Bundesvorsitzende, zur WAZ. So sei etwa die Langzeitarbeitslosigkeit nach 2005 deutlich gesunken. Dennoch, so der 74-Jährige, müsse das Hartz-IV-Gesetz dringend nachgebessert werden. So sei etwa das Ziel, allen unter 25-Jährigen im Job-Center sofort ein Angebot für einen Job, eine Ausbildung oder eine Maßnahme zu unterbreiten, nicht erreicht worden. Gerade junge Leute aber bräuchten den ersten Zugriff, um dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu gelangen. Außerdem, so der ehemalige Bundesarbeitsminister, müsse in Unternehmen die Bereitschaft steigen, Älteren eine Chance zu geben.