„Forum Inklusion Herne“ startet in Herne

Sie alle sind Teil des Projekts: „Forum Inklusion Herne"
Sie alle sind Teil des Projekts: „Forum Inklusion Herne"
Was wir bereits wissen
Das Projekt soll Menschen mit und ohne Behinderungen im Alltag näher zusammenbringen. Für dieses Ziel setzten sich der Caritasverband, Diakonie und Stadtsportbund der Stadt ein. Neue Ideen im Bereich Sport, Kultur und Bildung sollen entstehen.

Herne..  Menschen mit und ohne Behinderungen sollen gleichberechtigt miteinander den Alltag bestreiten. Für dieses Zielt starten der Caritasverband Herne, der Stadtsportbund sowie das Diakonische Werk der Stadt ein Gemeinschaftsprojekt. „Forum Inklusion Herne“, so der Name. Was dahinter steckt, scheint in der Theorie leichter gesagt als in der Praxis getan. Das gilt auch für den sportlichen Bereich. „Wir werden alle 180 Sportvereine der Stadt anschreiben“, so Bernd Westemeyer und Ina Losch-Schröder vom Stadtsportbund. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen gleichwertig in die einzelnen Vereine zu integrieren. „Wir möchten, dass sich alle Sportvereine neu öffnen, so dass – im Optimalfall gesprochen – die Sparte der Behindertenvereine irgendwann abgeschafft werden kann“, so Westemeyer. Natürlich weiß er um die Schwierigkeit der Umsetzung. „Vor allem deshalb, weil der Sport nun einmal stark vom Leistungsgedanken lebt.“ Gleichwohl sollen Menschen mit und ohne Behinderungen in Zukunft verstärkt miteinander in einem Verein Kontakt aufnehmen können. „Dafür suchen wir noch Menschen, die den Mut haben, sich dieser Aufgabe anzunehmen“, so Ina Losch-Schröder auf der Suche nach Ehrenamtlern. Genau deshalb soll das Projekt „Forum Inklusion Herne“ am Mittwoch, 24. Juni, von 17 bis 19 Uhr im Caritas-Centrum an der Schulstraße 16 vorgestellt werden. Frei nach dem Motto: „Inklusion geht nur dann, wenn viele Menschen mitmachen.“

Auch Hilfe im Bereich Kultur und Bildung gesucht

Helfende Hände benötigt das Projekt auch in der Sparte Kultur und Bildung. „Wir werden versuchen, ein gemeinsames Projekt im Bereich Musik und Tanz zu initiieren“, so Martin Ruhmann vom Diakonischen Werk. Gerne würde er dabei die Musikschule und die Pottporus-Akademie mit ins Boot holen. „Gemeinsam könnten so Erfahrungen gesammelt werden.“ Auch der Wunsch, Museen in Zukunft barrierefreier zu gestalten, soll bald erfüllt werden. „Damit meinen wir nicht die Erreichbarkeit mit dem Rollstuhl. Dafür ist in unseren Museen der Stadt bereits gut gesorgt“, so Ruhmann. Vielmehr soll es in Zukunft vermehrt Angebote für gehörlose oder gehörgeschädigte Menschen geben. „Etwa in Form von visuellen Guides in Museen.“

Zuversichtlich ist auch Agnieszka Schimczyk, die sich für die Themen Arbeit und Ehrenamt stark macht. „Die Alltagsbegleitung von Menschen mit Behinderungen für Senioren innerhalb der Tagespflege und -betreuung wäre mein Ziel.“ Um alle Punkte realisieren zu können, hoffen die Verbände am 24. Juni auf das Erscheinen möglichst vieler Interessenten.