Forum Inklusion Herne nimmt seine Arbeit auf

Sie ist die Projektleiterin des Forums: Ezter Gábor.
Sie ist die Projektleiterin des Forums: Ezter Gábor.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Forum Inklusion Herne hat seine Arbeit aufgenommen: Große Resonanz bei der Auftaktveranstaltung.

Herne..  Ein Treffpunkt für Menschen mit und ohne Behinderungen soll das Forum Inklusion Herne in Zukunft werden. Über 70 Menschen kamen zur Gründungsveranstaltung ins Caritas Centrum. Sie alle wollten sich bei den Kooperationspartnern Caritasverband, Diakonisches Werk und Stadtspotbund informieren. „Da wir nicht genug Stühle für so viele Besucher im Raum haben, können wir Gleichberechtigung und Solidarität gleich üben, indem wir zwischendurch die Plätze wechseln“, scherzte Ansgar Montag, Vorstand der Caritas Herne. Die Besucher nahmen es gelassen, waren sie doch in erster Linie hier, um in Zukunft in der Praxis Hand anzulegen.

„Mir ist das Thema Inklusion sehr wichtig“, betonte Besucherin Sandra Montero Royano, die mit ihrem siebenjährigen Sohn Joshua gekommen war. Sie studiert Inklusive Pädagogik sowie Heilpädagogik und möchte sich in Zukunft verstärkt für die Inklusion einsetzen. Damit jeder Teilnehmer eine passende Sparte für sich finden kann, plante die Projektleiterin des Forums und Diplom-Soziologin Ezter Gábor verschiedene Arbeitsbereiche. Da ist zum einen die Idee, Menschen mit Behinderungen ehrenamtlich für die Arbeit mit Senioren einzusetzen. Darüber hinaus sollen Menschen mit und ohne Behinderungen vermehrt in Sportvereinen zusammenfinden. „Wir möchten, dass sich alle Vereine neu öffnen“, sagen Bernd Westemeyer und Ina Losch-Schröder vom Stadtsportbund. Zusätzlich sollen die Felder Kultur und Bildung sowie Öffentlichkeitsarbeit besetzt werden.

Auch Besucher Jonas Mayer wollte sich im Caritaszentrum von Berufs wegen zum Thema Inklusion informieren. Er studierte soziale Inklusion, Gesundheit und Bildung an der evangelischen Fachhochschule in Bochum. Und Besucherin Ursula Peters betonte: „Ich kann mir gut vorstellen, im sportlichen Bereich etwas zu verändern. Behinderte müssen nicht immer nur unter Behinderten sein. Sie sollen endlich Normalität erleben.“