Förderung in Gruppen oder einzeln
28.12.2007 | 20:15 Uhr 2007-12-28T20:15:49+0100Ab Klasse 5 gibt es in Herne nur an zwei Hauptschulen Gemeinsamen Unterricht. Auf dem Weg zum individuellen oder zum allgemeinen Lernziel
Seit 1999 wird Gemeinsamer Unterricht (GU) an Herner Schulen angeboten. Als eine der ersten Grundschulen wagte sich die Schule am Drögenkamp 2001 an das Projekt.
Mittlerweile gibt es acht so genannte Schwerpunktschulen im Stadtgebiet. Das sind Schulen, die mehrere Kinder mit besonderem Förderbedarf unterrichten und bei denen Sonderpädagogen fest in der Schulstruktur verankert sind. Diese Schwerpunktschulen sind die Schule am Drögenkamp, an der Diedrichstraße und am Berliner Platz, die Laurentius-, Max-Wiethoff-, Josef- und Südschule sowie die Grundschule an der Ohmstraße.
Darüber hinaus gibt es Schulen, die Einzelintegration anbieten, die also immer nur ein Kind mit Behinderung in den regulären Klassenverband einbinden. Die Fachkräfte unterstützen dabei die Primarschullehrer nur stundenweise, pendeln von Schule zu Schule und sind nicht fester Bestandteil eines einzigen Kollegiums.
An den weiterführenden Schulen wird der Gemeinsame Unterricht in integrativen Lerngruppen durchgeführt. Lediglich zwei Hauptschulen, Königin Luise und Jürgens Hof, bieten ihn derzeit an.
An Real- und Gesamtschulen sowie an Gymnasien gibt es bislang nur "zielgleichen" GU. "Zielgleich" sind dabei Schüler mit (körperlichen) Handicaps, die auf das gleiche Lernziel wie alle anderen Schüler im Klassenverband hinarbeiten.
Als "zieldifferent" werden Kinder bezeichnet, die etwa aufgrund einer Lernschwäche nicht das allgemeine Klassenziel, sondern lediglich ihr eigenes, ganz individuelles Lernziel erreichen sollen.
Sowohl die Zahl der Grundschüler im GU als auch die Zahl der besonders geförderten Schüler an den weiterführenden Schulen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. 1999 waren in Herne 30 Primarschüler im Gemeinsamen Unterricht, im laufenden Schuljahr sind es fast 100. An den weiterführenden Schulen gab es im Jahr 2000 nur sechs Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, heute sind es 43, zumeist "zieldifferente" Schüler. sum
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