Flüchtlingsrat wirbt für Erstaufnahme-Einrichtung in Herne

Das ehemalige Siemens-Werk an der Herner Südstraße soll eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber werden, schlägt der Flüchtlingsrat vor.
Das ehemalige Siemens-Werk an der Herner Südstraße soll eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber werden, schlägt der Flüchtlingsrat vor.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Flüchlingsrat Herne schlägt das ehemalige Siemenswerk als Erstaufnahmeeinrichtung vor. Das begründet er in einem Schreiben an die Politik.

Herne.. In einem Brief an die Politik begründet der Flüchtlingsrat Herne seinen Vorschlag, im ehemaligen Siemens-Werk an der Südstraße eine Erstaufnahme-Einrichtung des Landes für Asylbewerber einzurichten (die WAZ berichtete). Die Stadt will dort eine neue städtische Flüchtlingsunterkunft für zunächst 95 Menschen einrichten.

Flüchtlinge sollten das deutsche Asyl-System, ihre Rechte und Pflichten sowie die deutsche Bürokratie kennen lernen. Dafür sei es wichtig, Beratungsangebote und eine persönliche Betreuung zu ermöglichen, heißt es in dem Schreiben. Unter aktuellen Bedingungen sei dies nicht möglich. Neue Strukturen täten Not, unter anderem durch kleinere Erstaufnahme-Einrichtungen.

Plädoyer für menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen

Etwa an der Südstraße. Aufgrund der überschaubaren Größe und weiterer Voraussetzungen, darunter eine Werksturnhalle für Freizeitaktivitäten, wäre das Gebäude als Erstaufnahme-Einrichtung besser geeignet als für die langfristige Unterbringung von Flüchtlingen, meint der Flüchtlingsrat. Flüchtlingsgipfel

Mit einem umfassenden Konzept könnte dort ein Projekt entwickelt werden, das den Bedürfnissen der Flüchtlinge gerecht werde und auf gesellschaftliche Akzeptanz stoße. Dafür, so der Vorschlag weiter, könnten Verbände, Kirchen,Vereine oder Parteien ein Papier erarbeiten, das Standards für Raumgrößen, Freizeitangebote oder Beratungen definiere. Auf diese Weise, so der Flüchtlingsrat, könne Herne „zu einem menschenwürdigen und modellhaften Umgang mit Flüchtlingen beitragen“.