Flottmann setzt auf Comedy, Kabarett und Zirkustheater

„B-Orders“:  Ashtar Muallem von der Palestinian Circus School.
„B-Orders“: Ashtar Muallem von der Palestinian Circus School.
Foto: Véronique Vercheval
Was wir bereits wissen
Gastspiel-Chef Christian Strüder hält an der bewährten Mischung fest. Er freut sich besonders auf das Zirkustheater-Festival Cirq’ouleur 2015 im März.

Herne..  Nach einer kurzen Winterpause starten die Flottmann-Hallen in der nächsten Woche ihr Gastspiel-Programm 2015. Kabarett und Comedy setzen auch in diesem Jahr die Akzente, ohne dass Gastspielleiter Christian Strüder auf die Sparte verzichten muss, die ihm besonders am Herzen liegt: das Zirkustheater. Und so wird es auch wieder ein kleines Festival „Cirq’ouleur 2015“ geben. Im folgenden ein Überblick.

Comedy & Kabarett

Bekannte Comedians spielen bekannte Programme: Das trifft zumindest auf Hennes Bender und Markus Krebs zu, die mit „klein/laut“ bzw. „Hocker Rocker“ so gut ankamen, dass eine Wiederholung sich anbot. Fritz Eckengas Programm „Von vorn“ ist zwar ebenfalls vom Titel her bekannt, wird aber inhaltlich regelmäßig runderneuert. Schon im Januar kommt René Steinberg, für sein neues Solo „Gebt dem Unsinn das Kommando“ gibt es nur noch wenige Karten. Spannend wird es sicherlich nächste Woche, wenn sich La Signora und Helmut Sanftenschneider zum Comedy-Battle treffen (siehe unten). Und zu Weiberfastnacht (12. Februar) gibt es wieder die WeiberLachNacht. Nessi Tausendschön, Andrea Bongers, Christin Henkel und eine Überraschungskünstlerin aus dem Bochumer Varieté et cetera erfreuen die närrische Damenwelt.

Musikkabarett

Auf Pigor & Eichhorn freut sich Gastspielchef Christian Strüder besonders. „Die beiden sind seit Jahren sehr erfolgreich und spielen in Berlin über Wochen in der ,Bar jeder Vernunft’.“ Die Rollenverteilung verrät der Titel des achten Programms: „Pigor singt, Eichhorn muss begleiten“. Nur soviel zur Stimmung zwischen den beiden: Sie war noch nie besonders und hat sich nur oberflächlich verbessert - ein idealer Rahmen für die neuen musikalischen Mätzchen aus der Giftküche des Duos. Den großen Themen aus Politik und Philosophie nähern sie sich ebenso wie den Skurrilitäten des Alltags. Dazu geben sie die „Chansons des Monats” zum besten, ihre musikalische Radiokolumne.

Zirkusfestival

Das Zirkusfestival Cirq’ouleur 2015 hat Christian Strüder für den 12. bis 15. März geplant. Fünf bis sechs Veranstaltungen, kompakt an einem Wochenende anstatt verteilt auf drei wie früher mal: „Ich möchte mehr Festivalatmosphäre“, erklärt Christian Strüder, der sich in Brüssel von der Palestinian Circus School hat überzeugen lassen. Ashtar Muallem und Fadi Zmorrod bedienen sich in „B-Orders“ tänzerischer und zirzensischer Mittel. Der Titel spielt mit den Begriffen „borders“ (Grenzen) und „orders“ (Befehle). Auf Seile hat sich Alexis Rouvre spezialisiert, ein in Belgien ausgebildeter Jongleur und Akrobat, der sich „auf der Grenze zwischen Objekttheater, Zirkustheater und Artistik bewegt“, wie Christian Strüder sagt. Mit „Tangram“ ist außerdem ein deutsches Artistenduo, Stefan Sing und Christiana Casadio, eingeladen. Eine Werkschau mit Kurzstücken mehrerer Artisten rundet das Festival ab, das außerdem Workshops und ein offenes „Labor“ bietet.