Flottmann in Schlaglichtern

Die Flottmann-Hallen in ihrer heutigen Dimension waren nur ein Bruchteil des gesamten Werkes: Das macht ein Modell aus dem Jahr 1912 deutlich, das die Hälfte der einen Vitrine der Dauerausstellung einnimmt. Drei Bohrhämmer von 1937 und aus den 50er Jahren erzählen vom technischen Fortschritt, während eine Bronzebüste und ein Foto Otto Heinrich Flottmann und seinen Sohn Friedrich Heinrich abbilden. Einen Werksausweis seines Vaters hat Hubert Emmerich, ehemals Kulturamtsleiter und Anwohner der Flottmann-Siedlung Anna-Luise-Straße, beigesteuert.

Eine kleine Sensation birgt die andere Vitrinenwand in sich. Dort ist eine Kautschuk-Schallplatte von 1940 ausgestellt, eine von acht, auf denen der damalige OB Albert Meister und NSDAP-Vertreter Flottmann ihre Grüße zum 65. Geburtstag übermitteln. Ralf Piorr hat sie im Magazin des Heimatmuseums entdeckt. Umrahmt wird sie u.a. von einem Siedlungsbuch, einer bei einer Theateraktion zertrümmerten Schreibmaschine und diversen Videoschirmen. Die neue Dauerausstellung ist im Gastronomiebereich des Foyers an zwei Wänden installiert. Die Gestaltung übernahm die Agentur ConCultura, die im Schloss Strünkede schon mehrfach tätig war. Die Kosten für Ausstellung und Katalog, rund 50 000 Euro, wurden von der Sparkasse übernommen.