Findet die Landesgartenschau 2020 auch in Herne statt?

Kann man sich 2020 bei einer Landesgartenschau in Herne entspannen? Die Emschergenossenschaft will zum Abschluss des Emscherumbaus Herne, Herten, Castrop-Rauxel und Recklinghausen für eine gemeinsame Bewerbung gewinnen.
Kann man sich 2020 bei einer Landesgartenschau in Herne entspannen? Die Emschergenossenschaft will zum Abschluss des Emscherumbaus Herne, Herten, Castrop-Rauxel und Recklinghausen für eine gemeinsame Bewerbung gewinnen.
Foto: KK
Was wir bereits wissen
Die Emschergenossenschaft will die Landesgartenschau 2020 auf der Emscherinsel ausrichten. Beteiligt werden sollen Herne und drei weitere Städte.

Herne..  Die wichtigste Nachricht verkündete Dezernent Karlheinz Friedrichs am Ende der gestrigen Sitzung des Planungsausschusses: Die Emschergenossenschaft will die vier Städte Herne, Castrop-Rauxel, Herten und Recklinghausen für eine gemeinsame Bewerbung zur Ausrichtung der Landesgartenschau (Laga) im Jahr 2020 auf der Emscherinsel gewinnen.

„Das wäre eine Supersache“, sagte Karlheinz Friedrichs am Rande der Sitzung zur WAZ. Die Finanzierbarkeit müsse natürlich noch geprüft werden. Der Zeitplan sei sehr ambitioniert, so Friedrichs. Im Falle einer Bewerbung müsse bis zum Mai ein Ratsbeschluss her. Die Emschergenossenschaft habe ein Planungsbüro mit der Vorbereitung beauftragt.

Die Pläne der Emschergenossenschaft sind nicht neu: Bereits im November 2014 hat der Verband die Vision von der Landesgartenschau 2020 öffentlich vorgestellt – damals allerdings noch ohne die Benennung der möglichen ausrichtenden Städte. Hintergrund: In fünf Jahren biegt das Jahrhundertprojekt Emscherumbau in die Zielgerade. Auch das Land sollte ein großes Interesse daran haben, so Karlheinz Friedrichs, dieses Ereignis angemessen zu würdigen.

Die letzte Landesgartenschau 2014 fand in Zülpich statt. Mehr als 500 000 Besucher zählten die Veranstalter in 180 Tagen. Laut Medienberichten denken bereits mehrere Kommunen über eine Bewerbung nach – unter anderem Kamp-Lintfort und Bad Honnef.

Freude dürfte aber auch noch eine andere Botschaft aus dem Planungsausschuss auslösen - zumindest bei einigen Hundebesitzern: Der Planungsausschuss hat den Plänen der Verwaltung zur Ausweisung von acht neuen Hundewiesen grundsätzlich die Zustimmung erteilt. Fakten sind damit aber noch nicht geschaffen worden, denn: Entscheidungsbefugt sind die jeweils zuständigen Bezirksvertretungen.

Wie berichtet, will die Stadt für Lumpi & Co. folgende zusätzlichen Flächen ausweisen: Am Freibad, Grünanlage Stöcksmannhof (Bezirk Wanne), Fläche am Dorneburger Park, Grünanlage am Röhlinghauser Markt, Königsgrube (Eickel), Grünanlage Gewerbegebiet Hibernia (Herne-Mitte) sowie Brachfläche an der Sodinger Straße und Ackerfläche An der Linde (Sodingen). Hundewiesen für den freien Auslauf bestehen bereits im Stadtgarten und im Schlosspark Strünkede (Herne-Mitte) und im Franzpark (Wanne).

Eine Einzäunung der Flächen sei vor allem aus finanziellen Gründen nicht geplant, betonte Stadtgrün-Chef Heinz-Jürgen Kuhl im Ausschuss. Die Entscheidung, ob Spenderkästen für Hundekotbeutel aufgestellt werden, ist noch nicht gefallen. Die bisherigen Erfahrungen im Grünzug Hölkeskampring seien positiv, so Kuhl. Wenn dies in den kommenden Wochen so bleibe, sei das Modell auch für die Hundewiesen denkbar.

Die Ausweisung neuer Hundewiesen geht auf einen Prüfauftrag der SPD zurück, die diese kurz vor der Kommunalwahl 2014 gestellt hat. Die SPD wiederum hatte die Schaffung von Hundeauslaufflächen auf Antrag eines Bürgers in ihr Kommunalwahlprogramm aufgenommen.Ein leichtes Geschmäckle erhält dieser Vorgang allerdings durch die Tatsache, dass die Partei Unabhängige Bürger bereits im Jahr 2011 eine ähnliche Anfrage an die Verwaltung gestellt hatte. Damalige Antwort der Stadt: Entsprechende Flächen stünden nicht zur Verfügung.