„Filmschauplatz“ in Herne dreht sich rund um die Boule-Kugel

Open Air Kino: „Eine ganz ruhige Kugel“ auf dem Flottmann-Gelände.
Open Air Kino: „Eine ganz ruhige Kugel“ auf dem Flottmann-Gelände.
Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Bei mediterranen Temperaturen, Würstchen und Bier lief die französische Komödie „Eine ganz ruhige Kugel“ mit Altstar Gérard Depardieu.

Herne..  In der Reihe Open Air Kino bei den Filmschauplätzen NRW zeigte das Herner Kulturbüro am Donnerstagabend auf dem Gelände der Flottmann-Hallen bei mediterranen Temperaturen, Würstchen, Bier und kühler Limonade die französische Komödie „Eine ganz ruhige Kugel“ mit Altstar Gérard Depardieu.

Viele Besucher hatten es sich auf den Sitzen und Bänken oder auf dem Rasen gemütlich gemacht, sogar zwei Hunde machten sich hier einen schönen Abend. Zur Einstimmung auf das Thema des Films, den französischen Nationalsport Boule oder Pétanque, hatten seit 18 Uhr 70 interessierte Besucher die Chance genutzt, sich beim Vorprogramm diesen Sport von Mitgliedern das Boules Clubs Gelsenkirchen-Buer in einem Schnupperkurs erklären zu lassen und auch mal selbst den ein oder anderen Versuch zu wagen.

„Wie sieht denn der Wettbewerbscharakter beim Boule aus, welche Regeln muss man einhalten, von wo spielt man – das alles wollten die Besucher wissen“, erzählt Bärbel König-Bargel. Sie organisiert zum sechsten Mal den Filmschauplatz in Herne, zum zweiten Mal auf dem Flottmann-Gelände. „Zwei Mannschaften spielen gegeneinander und die Mannschaft, die die meisten Kugeln möglichst nah an der bunten Zielkugel, dem „Schweinchen“ hat, hat gewonnen.“

Aber auch Boule-Fans aus benachbarten Städten sind gekommen, wie Gisela Reuter-Mick und Martin Wleklik aus Recklinghausen. „Ich bin gestern durch Zufall auf diese Veranstaltung gestoßen und habe jetzt die Gelegenheit genutzt, nach der Arbeit noch ein paar Kugeln zu schmeißen. Und dieser Sport ist unübertroffen für Jung und Alt, weil man von 8 bis 80 mitspielen kann, sogar Leute mit Behinderungen können miteinander spielen. Boule trainiert die Sozialkompetenz enorm.“ „Ich fand es toll, dass so erstaunlich viele Leute so interessierte Fragen gestellt haben. Wir brauchen ja auch junge Leute für diesen Sport,“ freute sich Gisela Reuter-Mick. Und alle zusammen unterhielten sich anschließend bestens bei dem Hauptfilm, in dem ein schlitzohriger Gérard Depardieu seinem algerischen Freund Mono alias Atmen Kélif zu einem Meistertitel im Boule verhilft.