Feuerwehr sucht freiwillige Helfer
23.11.2009 | 17:25 Uhr 2009-11-23T17:25:00+0100
Herne. Mit einem "Brandbrief" wirbt Michael Benninghoff, Chef der Herner Feuerwehr, um Freiwillige, die Lust und Zeit haben, sich für den Brandschutz zu engagieren. Denn: Die Zahl der ehrenamtlichen Helfer bei der Feuerwehr schrumpft.
Was tun, wenn's brennt? Nicht nur die Cracks von der Berufsfeuerwehr sind beim Brand- und Katastrophenschutz gefragte Leute. Auch die vielen ehrenamtlichen Feuerwehrleute übernehmen im Ernstfall wichtige Aufgaben: „Ohne die freiwilligen Helfer, die mit großem Engagement dabei sind, wären wir nicht handlungsfähig”, sagt Michael Benninghoff, Chef der Feuerwehr.
Das Problem ist nur: Immer weniger junge Herner lassen sich freiwillig für den Brandschutz rekrutieren. Insgesamt sind derzeit knapp 200 Ehrenamtliche aktiv für die Feuerwehr im Einsatz, davon 74 Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren. Zum Vergleich: Vor knapp zehn Jahren waren es noch über 300. „Wenn wir nicht aufpassen, werden es bald nicht mehr genügend Freiwillige sein”, so Benninghoff. „Da müssen wir schleunigst gegensteuern.”
Hobby: Feuerwehrmann
Um gerade Schüler in noch jungen Jahren für den Feuerwehreinsatz zu begeistern, haben Benninghoff und Oberbürgermeister Horst Schiereck gemeinsam eine Art „Brandbrief” verfasst, der jetzt allen Herner Jugendlichen mit 18 Jahren zugestellt wird. Unter dem schlagkräftigen Motto „Dein Einsatz wartet auf dich!” werben sie bei Schülern für den freiwilligen Dienst zwischen Löschzug, Atemschutz und Schlauch. „Vor allem bei den vielen Unwettern wie jene im vergangenen Sommer oder bei Überschwemmungen sind Ehrenamtliche für uns unverzichtbar”, erzählt der stellvertretende Leiter Hans-Jürgen Kraus. Bei größeren Bränden halten die freiwilligen Feuerwehrleute ihren Berufskollegen oft den Rücken frei.
Keine Abenteurer, keine Angsthasen
Eins ist sicher: Langweilig ist die Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr auf keinen Fall.
Wer Lust hat, sich zu engagieren, melde sich unter: Tel. 02323/5990. Dort erfährt man, wann bei einem Löschzug ein Besuch möglich ist. Infos gibt's auch im Internet: www.deineinsatz.de
Wer sich ein Hobby als Feuerwehrmann vorstellen kann: Die Kandidaten (ab 12 bis knapp über 30 Jahren) sollten körperlich fit sein, gut im Team arbeiten können und etwas Sinn für Technik haben. „Wir suchen keine Abenteurer, keine Angsthasen und keine Einzelkämpfer”, so fasst es Michael Benninghoff sinnfällig zusammen. Eine Portion Respekt vor den teils gefährlichen Situationen, die auf die Feuerwehrleute warten, ge-höre eben mit dazu. „Man muss lernen, die Gefahrenlage einzuschätzen”, meint Jürgen Schomäker, Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes.
Auch Feuerwehrfrauen werden gesucht
Hinzu kommt, dass die Freiwilligen natürlich einen Teil ihrer Freizeit in den Dienst der guten Sache stellen: „Einige machen das neben ihrem Beruf oder dem Studium”, lobt Schomäker. Manchen gelingt nach ihrem ehrenamtlichen Einsatz sogar der Sprung in die Profimannschaft – so wie Feuerwehrchef Benninghoff selber, der vor 37 Jahren in der Jugend anfing und es heute bis an die Spitze der Herner Lebensretter geschafft hat.
Übrigens: Unter den 200 freiwilligen Helfern befinden sich derzeit nur 14 Frauen. Klar, dass sich die Feuerwehrmänner mehr Damen in ihren Reihen ausdrücklich wünschen.
22:48
Vielleicht sollte sich die Feuerwehr Herne mal ein Beispiel an Bochum nehmen.
Dort mischen die Freiwilligen ganz vorne mit.
23:05
ausserdem ist die dauer der ausbildung katastrophal
es gibt leute bei uns die sind seit 3-5 jahren dabei und haben noch keine vernünftige ausbildung
(zb. atemschutzgeräteträgerlehrgang, oder sprechfunker, um ein paar dinge zu nennen)
da werden dann ma ein oder zwei lehrgänge in einem jahr angeboten (pro lehrgang ca 8-10 personen) aber der bedarf liegt bei ca 40-50 oder mehr personen die den lehrgang brauchen.
was bringt es denn einem wenn man 30 leute im löschzug hat
bei einem normeinsatz sind dann 9 leute da und von sind nur 3 leute dabei die richtig arbeiten können
der rest ist entweder nicht tauglich , hat gerade keine zeit oder wartet schon seit langer zeit auf eine vernünftige ausbildung.
meiner meinung nach haben wir (fast) kein personalproblem in form von zu wenigen aktiven
sondern ein problem mit der aubildung und der motivation manchmal kommt man sich echt nicht vernünftig behandelt von der BF
wenn man alarmiert wird kann man in der regel 2-3 stunden die wache besetzen wartet dann bis die BF wieder drin ist und geduscht hat.
wenn man bei einem normalen einsatz raus kommt kann man meisten den dreck von der BF weg machen und helfen auzuräumen.
ich bin der meinung , wenn man schon alarmiert wird kann man doch zumindest die einsatzstelle übernehmen, damit man zumindest ein bisschen praxis hat ausser wache besetzen
in der zeit kann dann die BF ihre sachen an den fahrzeugen wieder in ordnung bringen.
aber nach all den negativen sachen über die feuerwehr herne kann man das positive nicht in die ecke schieben
man pflegt schon eine sehr enge kameradschaft( klar probleme zwischen menschen gibt es auch hier mal ist aber normal) man kriegt schon einiges mit an technik etc und man kann (zum glück selten) menschen helfen des weiteren hat ma evt auch berufliche chancen bei der feuerwehr
in sachen beruf muss man aber heute oftmals abwägen und bei einem einsatz auf der arbeit bleiben, in der wirtschaftlichen situation ma verdient immernoch sein geld beim arbeitgeber und nicht in der FF ausser man hat das glück dass der arbeitgeber die sache positiv empfindet
lange rede kurzer sinn ich kann es eigentlich nur raten zur feuerwehr zu kommen bis auf die o.g dinge macht es völlig spass :-)
22:34
Vielleicht hängt das auch damit zusammen das die Freiwilligen in Herne im Gegensatz zu anderen Ruhrgebietsstädten mit einer BF wirklich sehr selten dazu alarmiert werden.
Jemand hat mal zu gesagt in Herne kann man als Freiwillger froh sein wenn man ein Feuer mal aus der Ferne sehen kann.
20:08
Die Sache sieht so aus: wenn Herne nicht selber genug freiwillige Feuerwehrleute über einen bestimmten Zeitraum hat, wird per Gesetz die Pflichtfeuerehr eingeführt. Dann ist j e d e r dran. Das wäre doch gerechter, oder ?
19:22
>[...] meint Jürgen Schomäker, Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes.
Das ist aber mal ein seltener Vorname für eine Vorsitzende...
15:58
Prinzipiell ist es schon richtig, dass sie Freiwillige FW Herne relativ selten alarmiert werden muss. Es brennt einfach nicht besonders häufig in Herne. Oftmals können diese Einsätze auch von der Berufsfeuerwehr abgearbeitet werden. Aber es ist nicht korrekt, dass die FF keine ernsthaften Einsätze hat. Ist die BF im Einsatz, wird jeder andere Einsatz zumindest teilweise von der FF übernommen.
Der Grund warum die FF Leute sucht ist recht einfach. Nur weil zb.B. 2 Jahre nichts passiert ist, heißt das nicht, dass nicht jeden Moment eine Großschadenslage auftreten kann bei der eine Ggroße Zahl von Einsatzkräften benötigt wird. (Gasexplosion, Gefahrgutunfall, etc.) Deshalb gibt es Regekungen die Vorgeben wieviele Einsatzkräfte nötig sind um eine den örtliche Gegebenheiten angepasste, schlagkräftige Feuerwehr zu gewährleisten.
Bei Fragen:
www.deineinsatz.de oder 02323/5990
12:04
Warum denn keine Sorgen/Hoffnungen machen? Sind es so wenige Einsätze? Aber warum suchen die dann welche? Bis wieviel Jahren kann ich denn zur Feuerwehr?
12:02
man bekommt nicht soviele Einsätze wie auf dem Land, aber wenn die Freiwillige mal alamiert wird, dann dauert der Einsatz meistens länger, man bekommt aber den Verdienstausfall natürlich erstattet, bzw. der Chef, also keine finanzielle Einbüße und kenne es von mir, die Freiwillige Feuerwehr Herne ist bei den Chefs beliebt, weil man halt im Gegensatz zu anderen Feuerwehren so wenig ausfällt.
Was man aber sagen muss, das die Ausbildung doch schon etwas Zeit einnimmt, da kommt man mal nen paar Wochenenden nicht in die Disko :-D
09:29
bei dieser berufsfeuerwehr in herne brauchst du dir als freiwillige keine sorgen / hoffnungen machen, dass du einen ernsthaften einsatz hast
09:26
Dann würde ich doch einmal bvei der Feuerwehr nachfragen.