Feinstaubbelastung in Herne sank 2014 noch einmal deutlich

Die Messstation an der Recklinghauser Straße in Wanne-Nord registrierte im vergangenen Jahr lediglich 28 Überschreitungstage.
Die Messstation an der Recklinghauser Straße in Wanne-Nord registrierte im vergangenen Jahr lediglich 28 Überschreitungstage.
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Was wir bereits wissen
Die Feinstaubbelastung in Herne sank 2014 noch einmal deutlich. Die Messstation an der Recklinghauser Straße registrierte 28 Überschreitungstage.

Herne..  Frohe Botschaft in Sachen Feinstaubbelastung: Im vergangenen Jahr sind die zulässigen Grenzwerte an der Messstation an der Recklinghauser Straße lediglich an 28 Tagen überschritten worden. Damit wurde die kritische Grenze von 35 Überschreitungstagen deutlich unterschritten.

Gerd Werner, Leiter des Fachbereichs Umwelt, freut sich über die gute Entwicklung. Die lässt sich an den Zahlen ablesen: 2011 registrierte die Messstation 67 Überschreitungstage, 2012 waren es 58. Im vergangenen Jahr sank die Zahl auf 34. Allerdings, so Werner: „Jeder Tag über den Grenzwerten ist einer zu viel.“

Werner sieht ein ganzes Bündel von Ursachen für diesen deutlichen Trend: die Umsetzung der verschärften Bestimmungen im Rahmen des Luftreinhalteplans, oder die Einrichtung der ruhrgebietsweiten Umweltzone. Darüber hinaus hätten im Bereich der Messstation die Lkw-Bewegungen abgenommen, hatte Werner bereits im Frühjahr im Gespräch mit der WAZ-Redaktion erläutert. Darüber hinaus habe im vergangenen Jahr auch die Großwetterlage geholfen, die Marke von 35 Tagen zu unterschreiten.

Werner hatte aber auch darauf hingewiesen, dass bei der Feinstaubbelastung über 70 Prozent sogenannte Hintergrundbelastung von Autobahnen und Industriebetrieben seien, die nicht beeinflussbar seien.

Auf Forderung der Politik hatte die Verwaltung auch einen 10-Punkte-Plan auf den Weg gebracht, darunter auch die Einrichtung einer Tempo-30-Zone. Über deren Nutzen gehen die Meinungen auseinander. Die IHK Mittleres Ruhrgebiet hatte darauf hingewiesen, dass bei Tempo 30 ein Fahrzeug mehr Schadstoffe ausstoße als bei 50 Stundenkilometern. Roberto Gentilini (SPD) will die Tempo-30-Zone beibehalten. Allerdings gibt es vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ein Klage gegen die 30er-Zone.

Interessant ist der Blick in die Zukunft: Sollte auch 2015 die Marke von 35 Überschreitungstagen nicht gerissen werden, könnte die Messstation abgebaut werden. Doch Werner gibt zu bedenken, dass so eine Station ihren Nutzen habe - nämlich zu erkennen, wo Probleme stecken. Nur so könne man gezielt etwas gegen sie unternehmen.