Fans der Mondnächte feiern drei Tage lang im Herzen Wannes

Bei den 13. Wanner Mondnächten: Los Gerlachos.
Bei den 13. Wanner Mondnächten: Los Gerlachos.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Neben weiteren Gruppen sorgten Bon Jovi und U2 für Stimmung- in Form von Coverbands. Abschluss mit Kinderliedermacher Volker Rosin

Herne..  Für alle, die es am vergangenen Wochenende nicht zu „Rock am Ring“ geschafft haben, bot sich in Wanne ein ähnliches Musikfestival im Kleinformat: Der Sound schon von Weitem zu hören, die Bühne von bunten Scheinwerfern angestrahlt, und ein Publikum, das bei untergehender Sonne (und aufgehendem Mond von Wanne-Eickel) die Musik bei den 13. Wanner Mondnächten am Buschmannshof feierte.

Begonnen hat alles am Freitag unter strahlendem Sonnenschein und Höchsttemperaturen. „Mehr geht nicht“, wie Holger Wennrich vom Stadtmarketing Herne das Wetter kommentierte. Und mit einer Band, die sich von den anderen abzuheben pflegte. „Die Jungs von Kuult waren eine Neuheit für die Mondnächte; auch, weil sie keine Cover/Tribute-Band sind, sondern ein eigenes Repertoire mitgebracht haben“, erklärt der Geschäftsführer weiter. Auch für die nächsten Jahre sei das Engagement jüngerer Bands nun eingeplant.

Einen Ausgleich gab es trotzdem. Am Samstagabend durfte die U2-Coverband U12 ran - und unterhielt das Publikum nicht nur mit einer umfassenden Liedauswahl, sondern auch mit ihren Vorbildern angepassten Outfits in schwarz, inklusive Sonnenbrille oder Mütze. Begeistern konnten sie vor allem die echten U2 Fans in der Menge, die hin und wieder durch Handzeichen auf ihr Rockerdasein aufmerksam machten. Zudem entzückte eine Bauchtänzerin bei einer U2-typischen Showeinlage zum Lied „Mysterious Ways“ nicht nur die Männer im Publikum und sorgte für einige Jubelschreie.

Bei über 4000 Besuchern pro Tag legt Wennrich Wert darauf, etablierte Angebote aus den letzten Jahren beizubehalten, „beide Tage gut zu besetzen und immer ein volles Programm zu bieten“. So fand auch das Feuerwerk sowohl Freitag als auch Samstag statt und bildete einen runden Abschluss zum jeweiligen Abend. Und das Konzept geht auf: Besucherin Michaela Pieper zum Beispiel ist überzeugter Mondnächte-Fan und jedes Jahr dabei. „Das Tolle ist, dass man hier immer Leute trifft, die man sonst selten sieht“, schwärmt sie. Auch die Musik finde sie stets super. Ihr Favorit: Bounce, die Bon Jovi Tributeband.

Am Sonntag sollte es dann weitergehen mit einem Programm für die kleinen Gäste. So waren viele Familien anwesend, als der berühmte Kinderliedmacher Volker Rosin tanzte mit den Kindern zu „Tatü-Tata“ und stand für Autogramme bereit, während die Erwachsenen an Mitmachangeboten wie Reaktionstests und Rollatoren-Training teilnehmen konnten.