Familientag für Beschäftigte der Stadt Herne

Zum Glück kein Ernstfall. Fabian (11) darf die Trage im großen Rettungswagen  ausprobieren.
Zum Glück kein Ernstfall. Fabian (11) darf die Trage im großen Rettungswagen ausprobieren.
Foto: FUNKE Foto Services
Dank des Eltern-Kind-Tags durften Mama und Papa ihren Nachwuchs mit zur Arbeit nehmen. Ein Ausflug zur Feuerwehrwache nach Herne gab es inklusive.

Herne..  Gemeinsam sitzen sie auf der Rückbank, dort, wo sonst der Angriffstrupp der Feuerwehr zum Einsatzort gefahren wird. Das Blaulicht blinkt, allein der Wagen steht still in der Fahrzeughalle der Feuerwehrwache Herne. Zwar geht es hier nicht um Leben und Tod, zum Glück, in der Wache an der Sodinger Straße. Dennoch ist der Ausflug für alle Beteiligten an diesem Brückentag ein ganz besondrer. Die Stadt Herne hat sich für ihre Mitarbeiter etwas einfallen lassen: den Eltern-Kind-Tag. „Damit möchten wir ein Zeichen setzen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, sagt Sabine Schirmer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herne. Das Projekt ist eine Maßnahme des Fauenförderungsplans. Das bedeutete aber längst nicht, dass nur Mütter mit von der Partie sind. Ganz im Gegenteil.

Ein Blick in die Welt der Feuerwehr

„Mein Sohn war schon Tage zuvor aufgeregt“, sagt Eduard Broja vom Tiefbau und Vater von Ben und Nelly. Auch für ihn ist diese Exkursion eine echte Bereicherung. „Ich finde hier alles sehr spannend“, sagt er mit Blick auf die vielen Löschfahrzeuge. Genau das war auch der Plan von Organisatorin Katharina Timm, der stellvertretenden Fachbereichsleitung der Feuerwehr. „Kinder wie Eltern sollen sehen, dass unser Beruf weit mehr mit sich bringt als das Löschen von Feuer.“

Bevor die Kinder jedoch einen Einblick in die Welt der Rettungskräfte werden durften, ging es vormittags mit Mama oder Papa noch ab ins Büro. „Das war schon sehr witzig“, resümiert Marion Baarck vom Jugendamt. „Meine Tochter Caroline hat dort alle unterhalten“, sagt sie lachend. Nun aber sitzt auch die Sechsjährige mit den anderen Kindern im Wagen und blickt beeindruckt. Wenn nur die Wärme nicht wäre. „Mama, ich habe Durst“, der nächste muss auf die Toilette. Wie das eben so ist, bei Familienausflügen mit Kind.

So schön und spannend alles sein mag und so sehr die Kinder Katharina Timm an den Lippen kleben: Ein Höhepunkt ist für viele das Ausprobieren der Löschschläuche auf dem Hof . „Darf ich unter dem Wasser herlaufen?“, wollen die meisten gleich wissen. Sie dürfen: unter der Wasserfontäne der Kübelspritze. „Die benötigen wir etwa für kleine Buschbrände in der Nähe von Bahngleisen“, so Katharina Timm. Vor allem den Kindern, die zuvor die feuerfeste Rettungskleidung anprobiert hatten, kommt die herrliche Abkühlung sehr zu Pass.

„Im vergangenen Jahr haben wir im Rahmen des Eltern-Kind-Tages die Bücherei besucht“, erinnert sich Vater Eduard Broja. „Der heutige Tag hat mir persönlich mehr Spaß gemacht“, sagt er lachend und sein Kollege stimmt nickend mit ein. „Bis gestern wollte mein Sohn noch zur Polizei“, so die zweifache Mutter Carolina Baarck. „Das hat sich nach diesem Tag wohl erledigt“, da ist sie sich sehr sicher.

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