Fahrrad frühlingstauglich machen

Bei den frühlingshaften Temperaturen tritt der ein oder die andere wieder öfter in die Pedale. Ein platter Reifen oder eine verrostete Kette können nach der Winterpause allerdings unangenehm überraschen. Was kann der Laie selbst reparieren oder ausbessern und wofür sollte er doch lieber den Fachmann aufsuchen? Die WAZ hat beim Fahrradhändler Korte in Herne nachgefragt.

Reinigen leicht gemacht

Putzmittel hat jeder zu Hause: „Ein Eimer Wasser mit Spüli und ein Lappen reichen zum Reinigen völlig aus“, erklärt Fahrradmonteur Sven Strauß. Spezielles Reinigungsmittel für Fahrräder sei nicht nötig. Abzuraten sei von einem Hochdruckreiniger, weil der das Fahrrad beschädigen könnte.

Rund um die Räder

In der Regel ist der Reifenluftdruck über die Wintermonate abgefallen, wenn das Rad nicht in Gebrauch war. Etwa vier Bar Luftdruck sollte ein Reifen haben. Ein Rennrad könnte etwas mehr vertragen, und bei einem Kinderrad komme man mit weniger aus, erklärt der Experte. Auch das Reifenprofil sollte kontrolliert werden: Ist es in der Mitte abgenutzt oder gibt es sogar schon Risse?

Kette und Schaltung pflegen

Eine rostige Kette sei keine Seltenheit, erklärt Sven Strauß. Deswegen sollte man sie mit einem teflonhaltigen Kettenöl pflegen. Im Anschluss sei es wichtig, den Dreck und das überschüssige Öl wieder abzureiben. Vorsicht: Das Pflegemittel gehört auf die Kette und die Ritzel der Schaltung - auf Scheibenbremsen hat es nichts zu suchen.

Fahrradreparatur für Fortgeschrittene

Erfahrene Radfahrer können auch die Schaltung justieren oder einen platten Hinterreifen wechseln. Wer sich dabei unsicher ist, sollte lieber einen Experten aufsuchen. Dort ist im Moment allerdings mit Wartezeit zu rechnen - der Andrang ist groß.