Nahverkehr
Fahrplan-Ansage per Knopfdruck
03.09.2010 | 17:07 Uhr 2010-09-03T17:07:00+0200
Herne.In Bochum erhalten auch Sehbehinderte Auskunft über den Fahrplan - als Ansage per Knopfdruck. HCR zeigt sich skeptisch über, dass so etwas auch in Herne funktionieren könnte.
Seit einigen Wochen läuft das so genannte Rechnergesteuerte Betriebsleitsystem (kurz RBL) an den Haltestellen der Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel (HCR) fehlerfrei (die WAZ berichtete). Obwohl die Fahrgäste mehr als drei Jahre auf die elektronische Fahrplanauskunft warten mussten und das Projekt über 21,5 Millionen Euro verschlungen hat, fehlt an den Haltestellen weiterhin eine Ansage des Fahrplans für Menschen mit Sehbehinderung.
In Bochum ist eine solche Fahrplanansage zurzeit am Zentralen Omnibusbahnhof in Betrieb. Auf Knopfdruck werden dort die Abfahrtszeiten angesagt, die zeitgleich auf den elektronischen Displays erscheinen. Auf Anfrage teilte die HCR mit, dass sie momentan das Bochumer Modell beobachte. „Die Frage ist, ob eine Umsetzung wie die am Bochumer ZOB für Herne und Wanne-Eickel Sinn macht“, sagt Dirk Person von der HCR.
Der Prokurist zweifelt an der Effizienz der Ansage per Knopfdruck: „Würden am Hauptbahnhof Wanne-Eickel alle Fahrtzeiten, die auf den Displays erscheinen, per Knopfdruck angesagt, dauerte das einfach viel zu lange“, sagt Person. Im schlimmsten Fall könne der Bus zwischenzeitlich abgefahren sein. Eine Herner Lösung müsse nicht nur effizient sein, sondern dürfe auch nicht zu einer Lärmbelästigung der Anwohner führen.
In Bochum beispielsweise drückten häufig Nichtbedürftige auf den Knopf, und die Ansage erfolge unnütz. Zudem müssten sehbehinderte Fahrgäste sicher zum Knopf für die Ansage geleitet werden. Die HCR hat sich bereits im Mai dieses Jahres mit dem Beirat für Belange von Menschen mit Behinderungen der Stadt Herne in Verbindung gesetzt. „Wir begrüßen natürlich, dass die HCR an einer Lösung für sehbehinderte Mitmenschen interessiert ist“, sagt Bettina Szelag, Vorsitzende des Behindertenbeirats. Auf der nächsten Sitzung im November werde der Beirat das Thema aufgreifen und sich anschließend mit der HCR für eine Herner Lösung zusammensetzen.
18:42
H C R
ist das ne neue Verdummermannschaft ? .... im Punkt Ansage
Klingt wie ein Karnevalclub von Rhein - je ist denn schon wieder alles lachhaft ?
07:04
Sorry, aber ich (täglich mit Bus&Bahn unterwegs) hab noch nie mitbekommen, dass ein Fahrgast aufgrund einer Behinderung nachfragen musste, wann welcher Bus fährt. Aber Hauptsache, man hat wieder ne Möglichkeit, zig Millionen in den Sand zu setzen. Wie wärs dann mit einer bebilderten Anzeige, es soll ja auch reichlich Analphabeten geben. Oder ne Anzeige in deutsch/türktisch/russisch/jugoslawisch? Würd sich bestimmt auch lohnen, könnte man mindestens 100 Mio. für abschreiben.
17:41
Schwachsinn hoch drei, was uns die HCR weismachen will. In Bochum fahren deutlich mehr Busse und Bahnen am Hbf ab, wie in Wanne Hbf oder Herne Bf. Dies bedeutet dort doch noch deutlich längere Durchsagen der Busse. Oder die Ansagen dauern dort so lange, das der nächste Bus inzwischen genommen werden kann.
Zur angesprochenen Lärmbelästigung: Der nächste Anwohner am Hbf in Wanne wohnt schätzungsweise 300m entfernt und wird durch diese Durchsagen sicher nicht gestört, zumal die Ansagen auf den Bahnsteigen der DB wesentlich lauter sein dürften