Ev. Krankenhaus stellt sich als neuer Kunstraum in Herne vor

Die beiden Herner Künstlerinnen Annegret Schrader, links, und Edelgard Sprengel . Sie haben ein Kulturkonzept für das Evangelische Krankenhaus entwickelt.
Die beiden Herner Künstlerinnen Annegret Schrader, links, und Edelgard Sprengel . Sie haben ein Kulturkonzept für das Evangelische Krankenhaus entwickelt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die beiden Herner Künstlerinnen Annegret Schrader und Edelgard Sprengel haben ein Konzept für die kulturelle Nutzung der Klinik entwickelt.

Herne..  „Eigentlich ist ein Krankenhaus vor allem eine Einrichtung, in der Kranke behandelt werden. Doch als uns Annegret Schrader und Edelgard Sprengel vom Herner Künstlerbund anboten, unseren öffentlichen Bereich kontinuierlich mit attraktiven kulturellen Angeboten zu gestalten, waren wir begeistert“, sagt Werner Karnik, Verwaltungsdirektor des Evangelischen Krankenhauses an der Wiescherstraße.

Ausstellungen hat es in dem breiten Gang zur Kapelle in der Vergangenheit schon öfter gegeben. Aber sie fanden nicht regelmäßig statt und die Auswahl der Künstler war eher zufällig. Da kam das Konzept der beiden Hernerinnen gerade recht, einen neuen Kunstraum für die Stadt zu schaffen. „Viele Menschen gehen täglich durch diesen Gang und werden die Bilder sehen“, hofft Katharina Henke, Seelsorgerin am EvK. Kunst solle zu Gesprächen anregen und auch schon mal von der Krankheit ablenken. „Wir wollten mal einen ganz neuen Anfang machen.“

Neugierig machen auf Kunst

„Für uns ist das auch etwas ganz Neues“, erklärt Annegret Schrader. „Hier gelten ganz andere Bedingungen als bei unseren anderen Ausstellungen“. Ihre Kollegin Edelgard Sprengel pflichtet ihr bei: „Wir wollen Besucher, Mitarbeiten und Patienten erst einmal neugierig auf die moderne Kunst machen.“ Bei dem Aufbau der ersten Ausstellung habe es schon viele Gespräche und auch Fragen gegeben.

Drei Ausstellungen soll es zukünftig im Jahr geben. Es können Einzelausstellungen, aber auch Ausstellungen zu bestimmten Themen sein. „Wir möchten ganz verschiedene Medien wie Malerei, Fotografie, aber auch Installationen berücksichtigen“, erläutert Annegret Schrader ihr Konzept. Die Ausstellungen werden aber nicht allein für sich stehen. Zusätzlich sollen Lesungen, Konzerte und Gespräche die bildende Kunst unterstützen.

Bei der Auswahl der Künstlerinnen und Künstler wollen die beiden Kuratorinnen nicht nur auf Mitglieder des Herner Künstlerbundes zurückgreifen, sondern auch auf Kolleginnen und Kollegen aus den Nachbarstädten. „Hier haben wir dank des Herner Künstlerbundes die besten Kontakte“, stellt Edelgard Sprengel fest.

Räumlich beste Bedingungen

Rein räumlich finden sie optimale Bedingungen vor. Hängeschienen sind vorhanden, die Beleuchtung stimmt und durch die Breite des Ganges können auch größere Formate gehängt werden. Auch die Kapelle kann mit in die Ausstellung einbezogen werden. Den Auftakt macht am Freitag „Metamorphose II“ des Herner Künstlers Hassan Jelveh. „Den Hassan mussten wir erst ein wenig überreden“, erzählt Edelgard Sprengel lächelnd.

Annegret Schrader und Edelgard Sprengel sind selbst Künstlerinnen und Mitglieder im Herner Künstlerbund (HKB). Annegret Schrader ist 2. Vorsitzende, Edelgard Sprengel für die Pressearbeit zuständig.

Beide Künstlerinnen haben für den Herner Künstlerbund schon mehrere Ausstellungen organisiert. Zusammen haben sie für das EvK das neue Kulturkonzept entwickelt.

Mehr im Internet auf http://www.hernerkuenstlerbund.de/