Herne

Europa räumt auf und Herne ist mit dabei

Betriebsleiter Randolf Budde, Pressesprecherin Barbara Nickel und Vorstand Horst Tschöke zeigen das Ausmaß der Vermüllung.
Betriebsleiter Randolf Budde, Pressesprecherin Barbara Nickel und Vorstand Horst Tschöke zeigen das Ausmaß der Vermüllung.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Eine europaweite Äufräumaktion ist im Mai geplant. Die Entsorgung Herne ruft zum Mitmachen auf und klagt über zunehmende Stadtvermüllung.

Herne.  Straßenreiniger zu sein, kann manchmal ein ganz schön frustrierender Job sein. Alles, was gesäubert würde, sei einen Tag später oftmals schon wieder „usselig“, beschwert sich Randolf Budde. Der Betriebsleiter von Entsorgung Herne und die knapp 60 Reinigungskräfte stehen zunehmend vor einer massiven Müll-Misere: Sie kommen mit den Aufräumarbeiten in Herne einfach nicht mehr hinterher.

Die Herausforderung beginne schon bei Kleinigkeiten wie Zigarettenkippen, die aus dem Auto geschnipst würden und bei Plastikverpackungen, die achtlos auf dem Bürgersteig landeten. Besonders die insgesamt 244 Containerstellplätze in Herne seien oftmals zugemüllt. Als wäre das nicht schon unnötig genug, wüchsen über Nacht wie von Geisterhand unangemeldete Sperrmüllberge, wie der verärgerte Betriebsleiter mitteilte. Seit Jahresanfang zählt die Stadttochter schon 54 Fälle dieser Art – teilweise bis zu eine Tonne schwer.

„Es muss ein Umdenken bei den Menschen eintreten, damit die Verantwortlichen merken, dass es so nicht geht“, mahnt Entsorgung-Herne-Chef Horst Tschöke. Denn: Durch die Vermüllung „wird die ganze Stadt in Mitleidenschaft gezogen“. Deswegen beteiligt sich die Entsorgung Herne an den europaweiten „Clean-Up Days“ vom 8. bis zum 10. Mai. Vereine, Schulen, Kitas und weitere engagierte Bürgergruppen sind aufgerufen, sich an der Aufräumaktion zu beteiligen. Nach dem Motto „Let’s clean up Europe und Herne ist auch mit dabei“ stellt Entsorgung Herne stabile Müllsäcke und Greifzangen für die helfenden Hände zur Verfügung. Anschließend wird der gesammelte Müll abtransportiert. Die Initiative soll zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung beitragen und das Verantwortungsbewusstsein fördern.

Bei Kleingärtner Franz Legvart ist das nicht nötig. Er deponierte am Donnerstag seinen Bauschutt nicht in einem abgelegenen Waldstück, sondern ordnungsgemäß bei Entsorgung Herne an der Südstraße. „Als vernünftiger Mensch, sehe ich zu, dass die Umwelt sauber bleibt“, stellte Franz Legvart klar. Dafür nehme er auch gerne ein paar Euro in die Hand.