Erster Modemarkt für Frauen in Herne

Etliche Schnäppchen für nur 70 Euro insgesamt erstand WAZ-Mitarbeiterin Jimena Salloch beim  Modemarkt „Frauenkram“ in der Akademie Mont-Cenis.
Etliche Schnäppchen für nur 70 Euro insgesamt erstand WAZ-Mitarbeiterin Jimena Salloch beim Modemarkt „Frauenkram“ in der Akademie Mont-Cenis.
Foto: Ralph Bodemer
Was wir bereits wissen
In Herne fand erstmals ein Modemarkt für Frauen statt. WAZ-Mitarbeiterin Jimena Salloch stellte sich ein Sommeroutfit für 70 Euro zusammen.

Herne..  Meine Damen und Damen, wenn es ein Paradies für Frauen gibt, jedenfalls für jene, die Mode und Schnäppchen über alles lieben, dann lag es am Wochenende in Sodingen. „Frauenkram“, so der passende Titel des Modemarkts in der Mont-Cenis-Akademie. Was es dort gab? Tonnenweise Kleider, Röcke, Taschen, Schmuck und Schuhe, die endlich einmal den Besitzer wechseln sollten. Denn welche Frau kennt nicht folgendes Problem: „Es gibt leider Schuhe, die nur im Geschäft passen und die man nach dem Kauf nie wieder anzieht“, sagt eine Verkäuferin aus Marl lachend. Die zentrale Frage aber ist doch: Was bekomme ich für mein Geld? Vielleicht sogar ein komplettes Sommeroutfit? Hier ein Selbsttest.

Wo soll man nur anfangen? Klamotten, so weit das Auge reicht. Heiß ist es hier, an diesem sonnigen Tag. Die Verkäufer schwitzen unter dem Glasdach der Akademie. Die Käuferinnen nicht minder. Vielleicht ist es Aufregung, die Vorfreude auf das perfekte Sommeroutfit. Rund 70 Euro habe ich im Portmonee. Also ‘ran an den Speck, vorbei am Stand von Anja Harbort aus Hattingen. Wunderschöne Mode hängt an den Kleiderstangen, alles fein säuberlich aufgereiht. Zehn Euro würde der senffarbene Rock kosten, leide finde ich kein passendes Oberteil dazu, also weg damit, so schwer es auch fällt.

Weiter geht es zum von Stand mit der Nummer 36. Hier verkauft Ingrid Weyers. „Alles original italienische Modelle von Modemessen“, verrät sie. Leider nur in größeren Größen. Schade. Glück habe ich bei Sabrina Lampe. In Bochum hat sie die Boutique „Shona“ und verkauft heute sowohl private ausrangierte Garderobe wie auch Neuware. Ein weißer Rock im Hippie-Design, eine blau-weiß karierte Bluse – ebenfalls Markenware. Was beides zusammen kostet? „15 Euro“, sagt die charmante Verkäuferin. Anprobieren ist hier so eine Sache. Es gibt zwei kleine Umkleidekabinen, manche haben Umziehsäcke dabei. Ein paar Spiegel mehr in der Halle wären nicht schlecht gewesen, aber sei es drum. Man muss halt improvisieren. Der Rock und das Oberteil passen perfekt. Also ‘rein damit in den Einkaufsbeutel, und weiter geht es bei der Jagd auf das ultimative Schnäppchen-Outfit.

Nur einmal getragen

Aus Herne ist heute auch Konstanze Scheffler mit ihrer Schwester in der Akademie. „So viele Sachen haben wir leider nur einmal getragen“, bedauern die beiden. Dazu gehören Riemchen-Sandalen mit Strass. Und dann noch in Größe 39. Was für ein Glück. Für acht Euro nehme ich sie strahlend entgegen und bequem sind sie auch noch. Doch kein Sommerlook ohne Brille. Die wäre für acht Euro zu haben. Aber was wäre ein Markt ohne Handeln? Und so landet das Accessoire am Ende für fünf Euro auf der Nasenspitze. Dazu noch eine passende Designer-Tasche, heruntergehandelt von 25 auf 20 Euro. Dessous in allen Größen („von A bis F“) und Designs bieten Anne-Kathrin und Daniel Hoffmann an, neuwertige Markenteile vom Großhändler. „Jedes Set für 15 Euro“, so das Paar. Fertig ist eine glückliche Frau, mit einem neuem Outfit – samt Unterwäsche – für unter 70 Euro. Fazit: Ein Besuch beim ersten Modemarkt in der Akademie hat sich wirklich gelohnt.