Erdbeerfelder für Selbstpflücker stehen in Herne bereit

Die Erdbeersaison startet in dieser Woche bei Landwirt
Die Erdbeersaison startet in dieser Woche bei Landwirt
Was wir bereits wissen
Bauer Wilhelm-Heinrich Schulte-Göcking hat seine Felder geöffnet und Landwirt Rudi Brendieck zieht an der Gerther Straße Ende der Woche nach: Wenn das Wetter mitspielt

Herne..  Die Wolldecke hat sie noch um den Schoß gewickelt, an diesem viel zu kühlen Sommertag. „Der ein oder andere Erdbeerpflücker war schon da, aber so richtig viele sind bislang noch nicht gekommen“, sagt Loren Thiel, Erdbeerverkäuferin auf dem Feld von Bauer Wilhelm-Heinrich Schulte-Göcking. Dabei haben sie langsam begonnen, die wohl leckersten Wochen für Genießer der süßen Früchte. Die Erdbeersaison startet ab dieser Woche.

Drei verschiedene Sorten

„Letztes Jahr ging es viel früher los“, so Schulte-Göcking. Doch die Witterung machte es den Beeren im Mai schwer: viel Regen, wenig Sonne. Das soll sich aber ab Donnerstag ändern. „In zwei bis drei Tagen werden die Beeren schon viel reifer sein.“ Längst sind nicht alle Früchte erdbeerrot. Das war auch so geplant. Drei verschiedene Sorten hat der Landwirt an der Wiescherstraße angepflanzt, alle mit unterschiedlichen Reifezeiten.

„Zuerst reift die Sorte Dar Royal, später die Asia und am Ende die Sorte Florenz.“ Schließlich soll die Saison vier bis fünf Wochen andauern. Schmackhaft sind sie allemal – und wer auf das Pflücken keine Lust haben sollte, der kann sie am Stand in 500 Gramm Schalen für 2,90 Euro käuflich erwerben. Wer selber in die Knie geht, zahlt den gleichen Betrag für einen Kilo. Dabei, das weiß der Bauer aus Erfahrung: „Die meisten machen aus dem Erdbeerpflücken ein Familienevent und finden es einfach toll, gemeinsam mit ihren Kindern zu kommen.“ Lange halten die Früchte aufgrund der zarten Schale aber nicht. Daher am besten so schnell wie möglich verputzen – oder eben Marmelade kochen. „Viele zählen zu den Tortenbodenpflückern“, so Schulte-Göcking. Zu was? Das sind Kunden, die zum Feld gleich kleine Tupperdöschen mitbringen und von dort aus daheim den Kuchen mit Beeren belegen.

Landwirt Rudi Brendieck wartet sehnlichst auf den finalen Reifeprozess seiner Beeren. „Ich hoffe sehr, dass es am Wochenende endlich losgeht.“ Ab dann gibt es die leckeren Früchte an seinem Stand an der Bahnhoffsstraße, am Verkaufswagen in Sodingen und natürlich auch zum Selberpflücken auf dem Feld an der Gerther Straße, direkt am Gysenbergpark, in Waldrandlage. Genau deshalb dauert der Reifeprozess vor Ort ein paar Tage länger. Rudi Brendieck hat sich in diesem Jahr für die Sorten Sonata und Asia entschieden. Auch hier liegen die Früchte auf dem Stroh – der soll die Beeren bei Regen vor Dreck schützen.“ Wenn es soweit ist, werde ich noch Schilder aufstellen“, so der Landwirt. Und dann, wie in jeder Saison, „darf beim Pflücken auch gerne mal genascht werden.“