Entsorgung Herne plant Neubau des Wertstoffhofes

Der Wertstoffhof an der Südstraße entspricht nicht mehr den Anforderungen.
Der Wertstoffhof an der Südstraße entspricht nicht mehr den Anforderungen.
Foto: Stephan Glagla / Funke Foto Serv
Was wir bereits wissen
Entsorgung Herne plant Neubau des Wertstoffhofes. Die Situation ist laut des Unternehmens nicht zukunftsfähig. Geplante Fertigstellung: Mitte 2016.

Herne.. Erst im Jahr 2006 war der „neue“ Recyclinghof von Entsorgung Herne an der Südstraße eingeweiht worden. Voraussichtlich Mitte kommenden Jahres wird er Geschichte sein. Entsorgung Herne plant einen Neubau. Der Kostenrahmen liegt bei zirka 3,6 Millionen Euro. Geschäftsführer Horst Tschöke fasst die Beweggründe wie folgt zusammen: „Der aktuelle Wertstoffhof hat ziemlich viele Schwächen und ist zu klein, um kundenfreundlich zu sein.“

Wer an der Südstraße schon mal Sperrmüll oder Elektrogeräte abgeliefert hat, weiß, wovon Tschöke spricht. Bereits die Verkehrssituation ist eine Herausforderung: Es gibt nur eine Zufahrt, die auch von den Fahrzeugen von Entsorgung Herne und den Mitarbeitern des Straßenverkehrsamtes genutzt werden. Zum eigentlichen Wertstoffhof führen zwar zwei Spuren, doch die verjüngen sich zu einer Spur, die zur einzigen Kasse. Das sorgt zu Spitzenzeiten für Wartezeiten und Ärger.

Spitzenzeiten sind Montag, Freitag und Samstag. Bis zu 90 Kunden in der Stunde und 500 pro Tag steuern dann laut Tschöke den Wertstoffhof an. Der Rückstau kann teilweise sogar bis zur Holsterhauser Straße reichen. Im Jahr 2013 waren es insgesamt 88500 Kunden. Etwa 10 500 Tonnen Material lieferten sie ab - ein Viertel fährt mit einem Anhänger oder einem Transporter vor. Doch der Platz zum Rangieren ist zu knapp bemessen. Darüber hinaus gebe es zu wenig Entladestellen, zudem müssen die Teile in die Container gehoben werden. Es existieren keine Sanitäreinrichtungen, das Dach bietet kaum einen echten Wetterschutz. Tschökes Fazit: „Das ist alles nicht mehr zumutbar.“

Anbindung an zentralen Bauhof

Deshalb mache man sich seit dem vergangenen Jahr Gedanken um eine bessere Lösung. Das Ergebnis: Auf einem angrenzenden Areal soll der neue Wertstoffhof entstehen, der Planungsausschuss wird sich in seiner Sitzung am 14. April mit den Plänen befassen.

Die sehen vor, dass die neue Abgabestelle vom Betriebsverkehr von Entsorgung Herne abgekoppelt wird und eine eigene Zufahrt von der Meesmannstraße aus erhält - mit zwei Zufahrten und zwei Kassen, was die Wartezeit verkürzen soll. Der eigentliche Abwurf wird von oben geschehen. Dafür entsteht ein Zwei-Ebenen-Komplex. Kunden können mit ihren Autos eine Rampe emporfahren und von oben ihre Stoffe in die Container schütten, in der unteren Ebene entstehen Räumlichkeiten für verschiedene Zwecke. Darüber hinaus wird eine ständige Schadstoffannahmestelle eingerichtet, die es bisher nicht gab. So soll ein flexibles, bürgerfreundliches Angebot entstehen.

Über einen Kreisverkehr soll zudem eine kurze Verbindung mit dem zukünftigen zentralen Bauhof entstehen.