Emine und Tabea vertreten die Stadt nun auf Bezirksebene
16.02.2010 | 12:07 Uhr 2010-02-16T12:07:00+0100
Herne. Die besten Vorleser der Stadt sind zwei Mädchen. Emine Tiryaki und Tabea Suer haben jetzt den Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels auf Stadtebene gewonnen und haben sich damit für das Wettlesen auf Bezirksebene qualifiziert.
Der Wettbewerb will seit 1959 für das Kulturgut Buch werben und Kinder der sechsten Klassen das Lesen schmackhaft machen. Eine Motivationshilfe, die etwa bei der 13-jährigen Burcu Davulcu ihre Wirkung nicht verfehhlt hat. Das Mädchen geht in die sechste Klasse der Mont-Cenis-Gesamtschule und war als beste Vorleserin ihrer Schule beim Stadtfinale in der Herner Stadtbibliothek an den Start gegangen. „Früher habe ich zwei bis drei Stunden am Tag ferngesehen. Das mache ich heute gar nicht mehr. Ich lese viel lieber. Dabei bin ich in der Grundschule sehr schlecht im Lesen gewesen. Der Wettbewerb spornt schon an”, sagt das Mädchen, das in der vierten Klasse auch schon mal an einem Lesewettbewerb in türkischer Sprache teilgenommen hat.
Im Stadtfinale traten elf Schülerinnen und Schüler in zwei Gruppen – zum einen aus den Haupschulen und zum anderen aus den Real-, Gesamtschulen und Gymnasien – gegeneinander an. Gelesen wurde ein selbstausgewählter Text und ein Fremdtext, eine vierköpfige Jury bewertete die Vorträge nach Textgestaltung, Textverständnis und Lesetechnik. Emine Tiryaki von der Hauptschule Jürgens Hof und Tabea Suer von der Realschule Crange holten den Sieg.
Dass es für Burcu diesmal nicht gereicht hat, hat sie zwar sehr enttäuscht, den Spaß am Lesen trübt es jedoch kein bisschen, sagt sie, im Gegenteil: „Ich habe mir jetzt vorgenommen, ein kleines Buch zu schreiben. Eine Geschichte über einen Weg in eine neue Zukunft. Ich habe auch schon ein paar Freunde gefragt, ob sie mein Buch lesen würden. Sie haben ja gesagt.” Während Burcu schreibt, gehen Emine und Tabea im März beim Bezirkswettbewerb an den Start.
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