Einladung in Hernes sommerliche Gärten

Auch ein kleiner Teich, in dem Goldfische schwimmen, gehört zu dem 700 Quadratmeter großen Garten von Familie Hörling.
Auch ein kleiner Teich, in dem Goldfische schwimmen, gehört zu dem 700 Quadratmeter großen Garten von Familie Hörling.
Foto: Ralph Bodemer
Passend zum warmen Wetter öffnet Angelika Hörling am Sonntag ihre Gartenpforte und ist damit eine von fünf Hernern, die sich an der Aktion beteiligen.

Herne..  Gärten stehen im Moment in ihrer vollen Blüte. Passend zur Sommerzeit laden einige Gartenbesitzer im Rahmen der Aktion „Offene Gartenpforten“ in ihre privaten Oasen ein. Zum ersten Mal zeigt Angelika Hörling ihren Garten an der Paul­straße 50. Mit ihr sprach WAZ-Mitarbeiterin Tabea Beissert unter anderem über die Besonderheit ihres Paradieses am Fuße der Halde Pluto.

Warum öffnen Sie Ihre Gartenpforten?

Ich gehe schon seit einigen Jahren immer selbst zu der Veranstaltung hin und schaue mir da andere Gärten an. Nun möchte ich Menschen auch mal die Möglichkeit geben, sich Ideen bei mir abzugucken. Damit möchte ich zu einem gegenseitigen Austausch beitragen. Ich bin unheimlich gespannt auf Sonntag und bin neugierig auf die Leute, die vorbeikommen.

Was ist das Besondere an Ihrem Garten?

Ich beschreibe ihn immer als einen Garten der Sinne. Wenn man den Garten betritt, sieht man ihn erst vor sich, dann strömt der Duft der Rosen in die Nase und von überall her hört man Vögel oder andere Tiere. Meine Anlage ist mit 700 Quadratmetern recht groß für einen Garten in der Stadt, und diesen urbanen Garten möchte ich nun zeigen. Mir ist es wichtig, dass er auch Lebensraum für Tiere ist. Gerade in der Stadt sollte man ihnen Platz geben und einfach mit der Natur leben.

Wie nutzen Sie Ihren Garten?

Im Sommer ist er für mich und meine Familie ein zweites Wohnzimmer, dann sind wir nur draußen. Wir haben auf unserer Terrasse einen Fernseher aufgestellt, erledigen hier die Post und grillen viel. Ich habe hier sogar die Möglichkeit zu kochen. In erster Linie dient uns der Garten zur Erholung. Wir haben verschiedene Sitzgruppen aufgestellt, so dass wir immer zwischen Sonnen- und Schattenplätzen wählen können. Am liebsten liegen mein Mann und ich auf den Liegen vor dem Haus. Von hier aus können wir nämlich den ganzen Garten überblicken.

Pflanzen Sie auch Obst und Gemüse an?

Der Pfingststurm Ela hatte große Lücken in unseren Garten gerissen. Positiv daran ist, dass ich nun endlich Platz für einen kleinen Nutzgarten habe. Im Winter habe ich im Gewächshaus Feldsalat angebaut und nun gedeihen dort Tomaten. In meinem Gemüsegarten wachsen ansonsten Salat, Möhren und Rhabarber. Auch Stachel- und Erdbeeren habe ich sowie einen kleinen Apfelbaum. Ich freue mich jedes Mal über eine neue Frucht, die an dem Baum wächst. Außerdem habe ich auch ein Kräuterbeet. Den dort wachsenden Schnittlauch, Rosmarin, Salbei und Majoran verwende ich oft zum Kochen.

Haben Sie schon immer eine Leidenschaft für Garten?

Ja, die habe ich schon immer. Meine Eltern und Großeltern hatten auch alle einen Garten. Auch wenn er früher überwiegend als Nutzgarten fungierte, habe ich immer viel darin gespielt. Den Garten in Ordnung zu halten, ist für mich auch keine Arbeit. Ich arbeite jeden Tag etwa eine halbe Stunde darin, das ist reines Hobby. Die Zeit, die ich im Garten arbeite, ist Erholung für mich.

Was sind Ihre Lieblingspflanzen?

Jede Blumenart hat etwas für sich. Das ist ja das Schöne, dass jede Pflanze einzigartig ist. Generell mag ich Stauden sehr gerne, da sie sehr pflegeleicht sind und sich schnell vermehren. Wir sind erst vor knapp zwei Jahren hierher gezogen und da habe ich viele alte Stauden aus unserem vorherigen Garten mitnehmen können. Wir haben den Garten komplett neu angelegt und so nach unseren Vorstellungen gestalten können.

Auch diese Gärten
öffnen ihre Pforten:

Neben Angelika Hörling laden vier weitere Gartenbesitzer Besucher am Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr im Rahmen der Aktion „Offene Gartenpforte Vest Recklinghausen und Umgebung“ ein.


Karin Kalka, Im Gosewinkel 2d, zeigt ihren Garten im bunten Stilmix.


Anke Bolsmann lädt in ihren naturnahen Familiengarten, Landgrafenstraße 66a.


Auch die evangelische Kirchengemeinde Eickel lädt am Sonntag ein. Der biblische Garten befindet sich auf der Richard-Wagner-Straße 5.

Brigitte Ettel, Wasserstaße 6, präsentiert den Besuchern einen romantischen Garten.

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