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Konzert im Kulturzentrum

Eine Gala für Europa

30.04.2009 | 18:52 Uhr
Eine Gala für Europa

Franz Schuberts Ouverture D-dur, Antonin Dvoraks Cello-Konzert und Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 6 (sinfonia pastorale) stehen beim Galakonzert der Herner Symphoniker zum Europatag am Dienstag, 5. Mai, auf dem Programm.

Möglich macht das Konzert im Kulturzentrum einmal mehr die Unterstützung der Herner Kulturinitiative und der Sparkasse, deren Vorstandsvorsitzender, Jürgen Mulski, auch die Schirmherrschaft übernommen hat.

Seit 1990 ist Herne Ort der Galakonzerte zum Europatag, anfangs noch veranstaltet vom Initiativkreis Ruhrgebiet, seit 2002 unter der Regie der Stadt Herne. Ebenso hat es einen Wechsel beim Orchester gegeben: Nachdem die Philharmonia Hungarica aufgelöst wurde, traten die Herner Symphoniker die Nachfolge an. „So ist das Galakonzert jetzt eine rein Herner Veranstaltung”, bilanzierte Michael Benkert, Vorsitzender der Herner Kulturinitiative. Er hofft ebenso wie Jürgen Mulski und Manfred Scheibe vom städtischen Fachbereich Kultur auf ein ausverkauftes Haus - wie im vergangenen Jahr. Die Zeichen lassen darauf hoffen: „Der Vorverkauf läuft gut”, sagt Manfred Scheibe, aber es seien auch noch Karten zu bekommen: sowohl bei Stadtmarketing Herne als auch in den beiden Bürgerlokalen in Herne (Bahnhofstraße 38) und in Wanne (Peckelsen-Haus, Hauptstraße 216).

Verbindung zwischen alter und neuer Welt

Den Auftakt des Konzerts macht - wie könnte es anders sein - eine Ouverture. Uraufgeführt wurde sie 1818 und versprüht, so ein Kritiker damals, „viel jugendliches Feuer”. Von Schuberts späterer tiefen, allgegenwärtigen Melancholie ist in diesem Stück noch nichts zu hören. Als Solistin für Dvoraks Cello-Konzert konnten die Herner Symphoniker Franziska Batzdorf gewinnen, seit 2003 Mitglied der Dortmunder Philharmoniker. Die Berlinerin gastierte zuvor bei den Düsseldorfer Symphonikern als Solocellistin. Sein bekanntes Cello-Konzert komponierte Dvorak 1894/95, gegen Ende seiner Zeit als Direktor des Konservatoriums in New York. Es lässt die musikalische Verbindung zwischen alter und neuer Welt deutlich werden. In seiner „Pastorale” oder „Hirten-Sinfonie” greift Beethoven die Sehnsucht nach dem Landleben und der Begegnung mit der Natur auf, die zwar für den Menschen durchaus bedrohlich werden kann; Beethoven vermittelt aber mit seiner Musik die Hoffnung auf ein gütiges Schicksal.

Das Galakonzert beginnt um 19.30 Uhr.

Gabriele Heimeier

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