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Ein Mekka für Kunst und Kreativität

25.07.2008 | 19:17 Uhr

Stadt will im nächsten Jahr das 1. Herner Kulturfestival im Gysenberg ins Leben rufen.Spannende Mischung aus Programm und Plattform gibt Überblick über die vielseitige Herner Kulturszene

Zieht nächstes Jahr vom Robert-Brauner-Platz in den Gysenberg um: Das Herkules-Festival soll ein zentraler Bestandteil beim 1. Herner Kulturfestival sein. Foto: WAZ, Archiv, Ute Gabriel Foto: Archiv

In ein Zentrum für Kunst, Kultur und Kreativität soll sich der Revierpark Gysenberg am 20. und 21. Juni nächsten Jahres verwandeln, wenn dort das erste Herner Kulturfestival stattfindet. Das Kulturbüro der Stadt Herne plant, dort ähnlich wie beim Umwelttag eine spannende Mischung aus Programm einerseits und Plattform von und für Kulturschaffende andererseits anzubieten.

Das Festival soll einen Überblick über das breit gefächerte kulturelle Angebot in Herne geben, das alle Sparten abdeckt: von Musik und Theater über Tanz, Literatur, bildende Kunst, Kultur- und Stadtgeschichte. "40 Kulturinstitutionen, städtische und freie, haben bereits ihre Zusage für die Veranstaltung gegeben", sagt Peter Weber. "Das Spektrum reicht vom Herner Männerchor bis zum Theater Kohlenpott, von der Künstlerzeche bis zu den Trixis." Neben der Präsentation der Herner Kulturszene ist dem Leiter des Kulturbüros besonders daran gelegen, mit dem Festvial ein breites Publikum zu erreichen: Kinder, Jugendliche und Senioren ebenso wie Mitbürger mit Migrationshintergrund, die auch aufgerufen sind, sich aktiv an dem Festival zu beteiligen. "Wir möchten auch die Kreativwirtschaft für das Festival gewinnen", sagt Peter Weber. "Denn dieser Wirtschaftszweig wird immer wichtiger, und auch da hat Herne einiges zu bieten."

Rund um das Freizeithaus werden mehrere kleine und eine große Bühne aufgebaut, die für Vor- und Aufführungen, Lesungen und Konzerte zur Verfügung stehen. Hinzu kommen Zelte für kleine Aktionen. In der Mehrzweckhalle wird es eine Kulturbörse geben, in der sich alle interessierten Herner Kulturinstitutionen, Vereine und Einzelkünstler der Öffentlichkeit vorstellen und sich untereinander austauschen können. Im Freizeithaus selbst könnten Workshops oder Symposien zu ausgewählten Themen stattfinden.

Manches befindet sich zwar noch im Planungsstadium, zum Beispiel, ob es für die vielen Chöre, die sich beteiligen wollen, am Sonntagmorgen einen speziellen Programmpunkt gibt oder ob sie Chormusik zur Kaffeezeit beisteuern; fest steht dagegen schon jetzt, dass das Herkules-Festival vom Robert-Brauner-Platz zum Kulturfestival in den Gysenberg umziehen wird. "Wir überlegen auch, ob wir den Freitagabend noch einbeziehen und dann speziell etwas für Jugendliche anbieten", sagt Claudia Stipp, die für das Kulturbüro die Organisatin des Festivals übernommen hat. "Möglich wäre es auch, die Disco im Freizeithaus mitzunutzen."

Bewährt sich das Konzept, soll es als besonderer Höhepunkt für das Kulturhauptstadtjahr 2010 weiterentwickelt werden und künftig ein fester Bestandteil des Herner Kulturjahres sein.

Von Gabriele Heimeier


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