Ein Herz für Rinder
30.06.2011 | 19:00 Uhr 2011-06-30T19:00:00+0200
Eickel.Betonte Freundlichkeit kennzeichnete den Dialog zwischen Peter Böttcher, dem Vorsitzenden des Vereins „ProPark“, der sich für den Eickeler Minizoo einsetzt, und der Stadtverwaltung in der Sitzung der Bezirksvertretung Eickel am Donnerstag.
Keine Spur mehr von der Schärfe und dem Misstrauen, die sich noch in der Formulierung „Ein schleichendes ,Ausbluten’ werden wir nicht zulassen!“ mitschwangen. Geschrieben stand der Satz in der Bürgereingabe, mit der Böttcher darauf reagiert hatte, dass die Stadtverwaltung die zwei Rinder des Zoos im Mai hatte einschläfern lassen.
Diese Eingabe brachte das Thema auf die Tagesordnung der Sitzung. Peter Böttcher bekam die Gelegenheit, die Eingabe zu erläutern und begründete sie mit der Sorge um den Minizoo. Er betonte aber auch, dass es zwischenzeitlich Gespräche mit der Verwaltung gegeben habe, die ihn in der Hoffnung auf ein dauerhaftes , vertrauensvolles Miteinander zugunsten der Einrichtung im Volksgarten bestärkt hätten.
Nicht minder freundlich viel die Reaktion der Verwaltung, vertreten durch den Leiter der Regiebetriebe Thilo Sengupta aus. Auch er betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit dem Verein und versicherte, dass die Tötung der Tiere unumgänglich gewesen sei: Es gab altersbedingte Erkrankungen. Wir sind der Empfehlung von Experten gefolgt.“ Natürlich, so Sengupta, werde Ersatz beschafft – „Geld dafür ist vorhanden. Pro Tier müssen 800 bis 1000 Euro kalkuliert werden.“ Ob es aber noch 2011 neue Rinder für Eickel gebe, sei fraglich. „Wir wollen erst die Gehege so überarbeiten, dass die Tiere sich darin wohlfühlen“, sagte Sengupta. Eine artgerechte Haltung der Tiere sei gewährleistet. Für die Neuanschaffung werde eine kleine Rasse bevorzugt.
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