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Kunst und Kultur

Ein Atelier als Ort des Rückzugs

09.08.2010 | 14:26 Uhr
Ein Atelier als Ort des Rückzugs
Danuta Karsten, Künstlerin mit Atelier in der Künstlerzeche Unser Fritz. Foto: Winfried Labus

Seit Ende letzten Jahres waren zwei Ateliers in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 verwaist. Jetzt hat auch die zweite Künstlerin ihr Atelier am Ufer des Rhein-Herne-Kanals bezogen: Danuta Karsten. Ihr Atelier ist zwar noch ein wenig leer, aber es wird sich schon füllen.

Vorgestellt hat sich die Künstlerin schon im März mit einer eindrucksvollen Ausstellung. In der ehemalige Weißkaue, dem heutigen Ausstellungsraum, hingen 20 000 aus weißem Toilettenpapier geschnittene kleine Hemdchen von der Decke. Das war ihre Interpretation für den Raum, in dem früher die Kleidung der Bergleute an die Decke hochgezogen wurde. Danuta Karsten machte daraus ein filigranes Spiel aus Licht und Schatten, bei dem sanfte Bewegungen für den Betrachter immer wieder neue Bilder zeigten.

Diese Ausstellung war typisch für ihre künstlerische Arbeitsweise: Sie reagiert auf Räume, deren Architektur und deren Geschichte. Ihre Arbeiten entstehen immer vor Ort.

„Das Atelier wird für mich ein Ort des Rückzugs sein“, sagt sie selbst. Dort will sie neue Konzepte ausprobieren, ihre Arbeiten zur Probe stellen oder für Papierarbeiten nutzen.

„Räume haben mich schon immer interessiert“, sagt sie selbst. Schon mit 15 Jahren ist die bei Gdansk (Danzig) in Polen geborene Künstlerin auf ein künstlerisches Gymnasium gegangen. Dort konnten sich künstlerisch Begabte neben dem ganz normalen Schulbetrieb, der zum Abitur führte, ganz ihren künstlerischen Talenten widmen. „Wir konnten alle möglichen künstlerischen Techniken von der Druckgrafik über die Malerei bis zur Bildhauerei ausprobieren“, erzählt die Künstlerin. „Und ich wusste ganz schnell, dass die Malerei nichts für mich ist.“

Danuta Karsten konzentrierte sich schon früh auf die Bildhauerei. Der Sprung an die Staatliche Kunstakademie in Gdansk fiel ihr dann nicht schwer. Um so mehr spürte sie bald die Enge der damaligen sehr traditionellen Ausbildung. Die künstlerische Freiheit an ganz eigenen Sachen zu arbeiten hat sie erst an der Kunstakademie in Düsseldorf erfahren.

Heute ist sie Gastdozentin an der Kunst Akademie Gdansk. Seit 1994 ist sie mit ihren Arbeiten an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt.

Danuta Karsten ist eine Künstlerin, die mit ihrer langen Erfahrung und Kontakten die Ateliergemeinschaft der Künstlerzeche sicherlich bereichern wird.

Falko Herlemann

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Kommentare
09.08.2010
22:36
Ein Atelier als Ort des Rückzugs
von blubb | #1

Ich bin verwundert!
Hier steht ein Artikel der sich mit Kunst beschäftigt, und es ist noch gar keiner unserer Trolle hier, der uns klarmachen will, dass alles was heute so als Kunst durchgeht doch reine Geldverschwendung und eigentlich entartete Kunst ist und man das Geld doch besser irgendwei in die Kinder investieren sollte...

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