Echt trendig
29.06.2009 | 19:43 Uhr 2009-06-29T19:43:00+0200
Die Veranstaltung im Gysenberg verzeichnet laut Veranstalter mehr als 3500 Besucher
Leder kickende Schüler, gepritschte Bälle, fliegende Frisbee-Scheiben, Gesichter voller Schweißperlen. Trotz Spuren von Erschöpfung herrscht weit verbreitete Zufriedenheit. Kurz vor Ferienbeginn darf Schule schon mal gelassen und unter freiem Himmel stattfinden. Mathe, Deutsch, Englisch – für den Moment nur Nebenfächer. Hauptfach des Tages: der Sport.
Beim gestrigen Schulsporttag „Sport Trends 2009” im Gysenbergpark beteiligten sich über 1000 Schüler an zahlreichen Workshops, Turnieren und Dauerangeboten. 16 Schulen meldeten die Teilnehmer von den Jahrgangsstufen 5 bis 13. Neben den populär-bekannten Sportarten Beach-Volleyball oder Fußball stellte das Team um Projektleiter Peter Scholz neue Trends wie Street Surfing vor. Sporthelfer des Jugend-Fitness-Clubs der Gustav-Adolf-Schule und die Sport-Leistungskurse der Mont-Cenis-Gesamtschule unterstützten das Projekt. Nachfolgend stellen wir drei Trends vor:
T-Bow
Sportlehrerin Eva Müller-Schroeder (52) blüht im T-Bow-Workshop auf. Als „allerbestes Fitnessgerät” beschreibt sie den Therapiebogen. Er sei als „Stepper” zum Herz-Kreislauftraining und als „Schaukel” für Balance-Training einsetzbar. Während sie die Multifunktionalität des 100 Euro teuren Gerätes vorführt, wippt Schülerin Dilek vergnügt hin und her. „Das ist zum Spielen”, entlarvt sie die eindeutige Funktion.
Street Surfing
Auf spielerisches Lernen setze auch die Firma „Street Surfing”, erklärt Mitarbeiter Andreas Heerbrand (46). Seine Geheimwaffe: Wave-Boards. Sie kombinieren Skaten mit Surfen und Snowboarden. Das neue Rollsportgerät besteht aus zwei Brettern, zwei 360° drehbaren Rollen und einem drehbaren Achsgelenk in der Mitte. Schwung holt der Fahrer durch ständiges Rotieren von Hüften und Schultern – nicht durch Abstoßen vom Boden. Je nach Design kosten die Boards zwischen 99 und 129 Euro. Heerbrand lobt sie als „nette Abwechslung für den normalen Sportunterricht mit hohem Aufforderungscharakter für sportscheue Schüler”.
Klettern - Bouldern
Sportscheu ist Sporthelfer Nico (21) nicht. Vom Klettern stieg er auf das Bouldern um, weil dort Technik statt Kraft gefragt sei und man nicht gesichert ist. Am Kletterturm hingegen sichert Kalle Heider Anto (11) beim Aufstieg. Besonders schätzt er „das Vertrauen, dass die Kinder wildfremden Menschen schenken”.
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