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Draußen Eis, drinnen heiß

05.02.2012 | 19:08 Uhr
Draußen Eis, drinnen heiß
Herne, Helau: Mit einem Fest in der „Zille“ läutete die HeKaGe die heiße Phase des Karnevals ein. Thomas Schild / WAZ FotoPool

Herne.   Ein fröhliches Fest feierte am Samstagabend die HeKaGe - obwohl sie auf ungewohntes Terrain ausweichen musste.

So langsam geht es für die Narren der Herner Karnevalsgesellschaft (HeKaGe) in die heiße Phase. Noch gut eineinhalb Wochen, dann ist endlich Weiberfastnacht – für die Herner Karnevalisten der erste richtige Feiertag vor Rosenmontag. Das Einstimmen auf die närrische Zeit hat hingegen schon längst begonnen. Und auch an diesem Wochenende stand für die HeKaGe wieder ein volles Programm auf dem Plan.

Los ging es bereits am Samstagabend mit einer bunten Karnevalsveranstaltung in der Gaststätte „Zille“, bevor die HeKaGe am Sonntagmorgen im benachbarten Kulturzentrum gut 700 befreundete Karnevalisten aus dem ganzen Ruhrgebiet zum Frühschoppen lud.

Improvisierte Bühne

Etwas ungewohnt war es in der „Zille“ für die vielen Mitglieder der Herner Karnevalsgesellschaft schon, wurden die meisten Feierlichkeiten des Vereins in der Vergangenheit doch stets im Kolpinghaus an der Neustraße ausgetragen. Aber seitdem der Pächter des Stammhauses die Räume mehr oder weniger unfreiwillig einem Kieferchirurgen überlassen musste, hat auch die HeKaGe kein echtes Zuhause mehr (die WAZ berichtete).

„Die Schließung des Kolpinghauses hat uns schon sehr getroffen“, verrät HeKaGe-Geschäftsführer Kai Gera. Kurzerhand mussten sich die Herner Jecken nach anderen Räumlichkeiten umsehen und fanden mit der „Zille“ vorübergehend eine geeignete Lokalität. „Eine Zukunft ist hier für uns nicht ausgeschlossen“, sagt Kai Gera, der jedoch erst die Resonanz der Besucher abwarten will.

Laut Veranstalter waren es gut 100 Gäste, die sich am Samstagabend in der bestens gefüllten „Zille“ aufhielten. Ein bisschen eng war es schon, und in Sachen Bühne mussten die Macher von der Karnevalsgesellschaft im Vorfeld auch improvisieren. „Die mussten wir eigens für die Veranstaltung aufbauen und sie kommt noch in dieser Nacht wieder weg“, weiß Kai Gera zu berichten. Auf genau dieser Bühne sollte sich im Verlauf des Abends dann auch das Geschehen abspielen. Prinzengarde, Showtanz und Cranges Kirmeskönigin Angelique zählten ebenso zum Programm, wie Büttenredner Uwe Stomin aus Hamm, der für den langjährigen HeKaGe-Büttenredner Lothar Wolter ans Pult trat.

Die Stimmung kurz vor den karnevalistischen Tagen scheint bei Hernes Narren also bestens zu sein. Zwar musste die Karnevalsveranstaltung am Freitag im „Pluto“ aufgrund von anderen Konkurrenzveranstaltungen abgesagt werden (Gera: „Es wurden einfach zu wenig Karten verkauft, und Horst Schröder ist parallel aufgetreten“), doch bis zum 16. Februar tut sich bei der HeKaGe noch einiges.

Daniele Giustolisi

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