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Doppelte Sicherheit für Patienten

22.10.2008 | 19:46 Uhr

Marienhospital installiert in seinen beiden Häusern 20 Defibrillatoren

Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe (links) und Oberarzt Dr. Magnus Prull Foto: WAZ, Quickels

Während sich sein Chefkardiologe vor dem Hintergrund, dass allein in Deutschland jährlich 100 000 Menschen einen plötzlichen Herztod erleiden, seit geraumer Zeit für eine möglichst flächendeckende Verbreitung des lebensrettenden Defibrillators einsetzt, hat das Marienhospital seine beiden Häuser am Hölkeskampring und an der Widumer Straße nun auch selbst mit 20 derartigen Apparaten ausgerüstet.

Selbst in Krankenhäusern seien Patienten durchaus in Gefahr, bei Herzrhythmusstörungen zu sterben, weiß Professor Dr. Hans-Joachim Trappe. Sein Oberarzt Dr. Magnus Prull (40), der sich unter anderem um die halbautomatischen Defibrillatoren und die entsprechende Schulung der Mitarbeiter in den beiden Häusern der Universitätsklinik kümmert, kann das nur bestätigen: "Vor sechs Wochen haben wir die Geräte installiert, und seitdem hatten wir schon drei Einsätze damit." Eine hohe Zahl, wie er betont.

Geschäftsführer Jürgen Hellmann hat nicht lange mit seinem Plazet gezögert, als ihm der Professor seinen Wunsch vortrug. Rund 40 000 Euro hat das Kuratorium des Marienhospitals in die 20 Defibrillatoren und die Schulung der Mitarbeiter gesteckt. "Andere Finanzierungsmöglichkeiten gab und gibt es nicht", so Hellmann.

Die Verantwortlichen im Marienhospital sehen sich und die Patienten nun doppelt gesichert. Neben den Defibrillatoren greife in Notfällen nach wie vor sofort auch das Reha-Team aus der Intensivstation ein, versichert Trappe, und der Geschäftsführer fügt hinzu: "Wenn man daheim einen Feuerlöscher hat, fordert man schließlich auch nicht die Abschaffung der Feuerwehr."

Für den privaten Gebrauch zu Hause eignet und lohnt sich der halbautomatische Defibrillator, obwohl leicht zu bedienen und mit 1300 Euro verhältnismäßig erschwinglich, nach dem Dafürhalten Trappes übrigens nicht. "Da setzen Sie sich lieber aufs Fahrrad oder bedienen sich eines Ergometers, dann tun Sie mehr für Ihre Gesundheit", sagt der Kardiologe.

"Extrem wichtig ist eine regelmäßige Auffrischung der Grundlagen in der Wiederbelebung", ergänzt Oberarzt Dr. Magnus Prull, "das ist das A und O überhaupt!"

Von George Huneck

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