Doppelt und dreifach engagiert
11.08.2009 | 19:32 Uhr 2009-08-11T19:32:00+0200Bettina Brüser hat viel zu tun mit ihren Ehrenämtern. Sie tut nur ihre Pflicht, sagt die 30-Jährige
Ihre Motive erklärt sie wie fast alle Ehrenamtler: Selbstverständlichkeit, Bürgerpflicht, keine große Sache. Aber Bettina Brüser engagiert sich gleich doppelt und dreifach – und das auch noch als Teil der angeblich so unpolitischen jungen Generation. Die 30-jährige Wanne-Eickelerin ist bei Greenpeace, Gründungsmitglied des Vereins „Herne hilft” und vor allem: aktiv in der Herner Ortsgruppe von Amnesty International.
„Ich bin ledig und kinderlos, sonst wär' das alles gar nicht möglich”, erklärt die junge Frau und lächelt. 60 Prozent ihrer Freizeit, schätzt sie, gehen für ihre Ehrenämter drauf. Obwohl sie „schon immer interessiert” war an Politik, Gesellschaft und Zeitgeschehen, so brauchte sie doch ein Schlüsselerlebnis, um aus Interesse Aktivität werden zu lassen: Das war während des Studiums der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Dortmund. Um für eine Hausarbeit über minderjährige Flüchtlinge zu recherchieren, besuchte Bettina Brüser Asylbewerber in Herne. „Zu sehen, wie diese Menschen leben, wie mit ihnen umgegangen wird, wie sie ewig lange warten und dann von jetzt auf gleich zum Flughafen und zurück in ihr Herkunftsland geschickt werden, das hat mich echt schockiert. Das ist menschenunwürdig.” Die Studentin wollte „konkret etwas tun”. Über die städtische Koordinierungsstelle für Ehrenamt stieß sie 2007 zur Herner Ortsgruppe von Amnesty International (AI).
Flüchtlingspolitik ist dort nur eins von vielen Themen, das die heute 30-Jährige zusammen mit sieben weiteren AI-Aktiven und einer Reihe von Förderern bearbeitet. Ihr Montagabend gehört seitdem dem Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen. „Jeder Mensch hat von Geburt an die gleichen Rechte. Und ich finde es erschreckend, dass es immer noch so viele Länder gibt, wo Menschen um ihre grundlegenden Rechte kämpfen müssen.” Polizeigewalt, Diskriminierung von Frauen, Armut, Todesstrafe – „ich kann doch nicht sagen, in dem Moment, wo ich die deutsche Landesgrenze überschreite, ist das nicht mehr mein Ding, geht mich all das nichts mehr an.” Mit dem Privileg, in einem „demokratischen Rechtsstaat” zu leben, sagt Bettina Brüser, sei auch die Pflicht verbunden, sich für andere einzusetzen, im eigenen Land und über die Staatsgrenzen hinaus.
Bettina Brüser glaubt an den Sinn von Info-Ständen, Unterschriftenaktionen, Ausstellungen und Aufklärungs-Gesprächen. „Bildung, das ist der Schlüssel für alle Probleme, sie ist der Grundstein, auf dem alles andere aufbaut”, sagt sie energisch und meint nicht nur die Verbesserung der Schulbildung in Entwicklungsländern, sondern auch die allgemeine, soziale und politische Bildung in der so genannten Ersten Welt. „Ich selbst bilde mich über meine ehrenamtliche Arbeit ständig weiter”, erklärt die junge Frau und ergänzt: „Insofern ist meine Arbeit gar nicht altruistisch. Indem ich mich für andere einsetze, tue ja auch etwas für mich selbst.” Sie will vor allem jüngeren Menschen vermitteln, wie leicht es ist, sich zu engagieren und etwas zu verändern. „Wenn 35 Prozent der Urgent Actions (Eilige Briefaktionen für Menschen in Not, politisch Verfolgte und Gefangene) zum Erfolg führen, dann ist das doch eine enorme Zahl, wenn man bedenkt, dass wir eigentlich nur Aufklärungsarbeit leisten.”
Solche Erfolge motivieren sie weiterzumachen, das soziale Engagement ist für die gelernte Altenpflegerin Lebenseinstellung. „Ich tue, was ich kann, aber mir ist sehr wohl bewusst, dass ich die Welt nicht grundlegend verändern kann”, sagt die Frau, die sich bei Treffen mit Freunden, beim Mountainbiking und bei der Lektüre skandinavischer Romane ihre persönliche Auszeit gönnt.
Dass sie, auch in ihrer Funktion bei Amnesty, ehrenamtlich Tätigkeiten übernimmt, die eigentlich Staatsaufgabe sind, will sie nicht ganz abstreiten: „Natürlich geben Politik und Wirtschaft im sozialen Bereich ein Stück weit ihre Verantwortung ab. Soziale Arbeit erwirtschaftet erstmal kein Geld, auch wenn wir eigentlich alle wissen, dass sich präventive Arbeit am Ende immer auszahlt”, sagt Brüser und weiter: „Politik und Wirtschaft, das sind die zwei großen Bereiche, wo man richtig was bewegen kann.” Nur konsequent erscheint da, dass sie sich in einer Partei, der SPD, einbringt.
Einen Vollzeitjob beim Dortmunder Jugendamt stemmt sie sowieso. Ein bisschen viel auf einmal? „Organisation ist alles”, sagt sie grinsend, fügt jedoch gleich ernst hinzu: „Es ist wichtig, auch mal einen Schritt zurück zu gehen, wenn es einem einfach zu viel wird. Ich muss nicht immer und überall sein.”
20:06
Mein lieber Scholli, der Typ von der CDU hängt zur Zeit an jedem Laternenmast auf der Sodingerstrasse- und er wirkt auf mich wie ein Jusuitenpater als Offiziersordonanz! Den soll ich wählen?
Aber auch dieser Klassenlehrer von der SPD ist nicht die alternative oder gar dieser Herr Blech von der DREIPUNKT Partei.
Dann wähle ich lieber Horst Schlämmer!
19:07
Die Herner wählen diesmal verstärkt SPD. Warum sollen sie den ehemaligen Referenten vom Olli Wittke wählen.
09:07
...aber immer noch besser als Herr Schiereck!!! Der treibt sich lieber bei Neueröffnungen irgendwelcher Firmen herum, als bei der Namensnennung einer Grundschule. Dafür schickt er seinen Stellvertreter, ünerflüssiger Kerl!
Dann sollten wir doch lieber den Herrn von der CDU wählen, oder??
18:30
Warum wird denn beim anklicken dieser Seite der Grinse -Kasper- Schlüter ewig eingeblendet?
Und dann auch noch mit dem Anspruch Oberbürgermeister von Herne!
Der Kerl eignet sich eher als Schießbudenfigur auf Crange!
Zum Thema:
Soziales Engagement ist wichtig und es ehrt diese junge Frau.
15:28
an VollePulle,
Sie sind schon echter Held, übrigens ich bin auch Beamter und das schon seit seit fast 40 Jahren, persönlich möchte ich mich aber von Ihrer Meinung, die Ihnen natürlich unbenommen bleibt, distanzieren. Sie schaden nach meinem dafür halten dem Ansehen des öffentlichen Dienstes in der Öffentlichkeit
15:20
Wieso Rentner und Kranke? Rentner haben bereits ihr Leben lang in die gesetzliche Krankenversicherung eingezahlt und Kranke tun dies in der Regel auch sofern sie denn einer Arbeit nachgehen. Ich als Beamter bin froh daß ich Privatpatient bin denn im Gegensatz zur gesetzlichen Kasse wird mein Versicherungsbeitrag nicht nach meinem Einkommen sondern nach meinen Alter und Krankheitsrisiko berechnet. Und da zahle ich viel weniger als ich es in der gestetzlichen Kasse müßte, und damit das so bleibt wenn ich mal alt und krank bin baut sich z.B. meine Krankenversicherung nicht in in jedem kleinen Nest eine Geschäftsstelle oder wirft die Beiträge für sonstigen Humbug zum Fenster hinaus sondern spart das überschüssige Geld für s.g. Altersrückstellungen. Das mag zwar in ihren Augen nicht sozial sein aber es ist auf jeden Fall gerecht. Die gesetzliche Krankenversicherung ist ungerecht, denn da haben die Jungen und Gesunden die Last der Alten und Kranken zu tragen und natürlich auch die der Arbeitslosen und Kinderreichen. Ich war nicht immer Beamter und war mit der solidarischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenkasse schon immer unzufrieden, daher sollte jedem Bürger unabhängig vom Einkommen diese Möglichkeit eingeräumt werden. Außerdem darf nicht vergessen werden daß mein Gehalt als Beamter danach bemessen ist daß ich nichts in die Renten- und Krankenversicherung einzahlen muß.
13:30
Na, wieder Geschichten der SPD?
Und heute ungeschminkt, um auch die Unterschichten besser erreichen zu können?
Die Eickler Gruppenseiten zeigen aber ein viel eiteleres Bild.
Naja, halt SPD.
23:50
an VollePulle
Nach Ihrer Logik müssten dann Rentner und Kranke, denn die leisten aus betriebswirtschaftlicher Sicht nichts für die Gesellschaft, sehen wo sie bleiben. Was ist mit denen die schon im Kindesalter oder ganz früh während ihres Berufslebens so krank sind, das nichts für die Gesellschaft leisten können? Wenn Ihr Dienstherr für Sie aufkommt, erhalten Sie Beihilfe als Beamter oder erhalten als aktiver Soldat oder Polizeibeamter freie Heilfürsorge, letzteres kann man aber ausschließen weil Sie nach eigenem bekunden Beiträge in die Private Krankenversicherung zahlen. Also muss doch die Gesellschaft für Sie aufkommen, weil Ihr Dienstherr die Beihilfe aus Steuermitteln aufbringt
Nachdem was Sie hier so von sich geben, ist es mit der besonderen Stellung in der Gesellschaft wohl nicht so weit her sein..
Was tun Sie denn so für die Gesellschaft, außer Beiträge zur Privaten Krankenversicherung zu zahlen und auf den Dienstherrn hoffen. Sagen Sie jetzt nicht Sie zahlen Steuern, das tun Millionen anderer Bürger in Deutschland auch.
23:23
einfach nur peinlich wie sich manch einer hier herablässt... na ja; neid ist ja immer noch die ehrlichste form von anerkennung
23:01
wer die republikaner wählt, der hat echt gar nichts kapiert!