Discgolf im Gysenberg – Hernes neuer Trendsport

Neu im Revierpark Gysenberg: Discgolf.
Neu im Revierpark Gysenberg: Discgolf.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Im Revierpark Gysenberg können seit dem Wochenende Frisbee-Scheiben eingelocht werden. Neun Abwurfbahnen und neun Körbe stehen parat.

Parkbesucher aufgepasst, sie fliegen tief, die kleinen runden Teller, seit dem Wochenende auf der großen Wiese am Gysenberg. „Vorsicht mit den Kindern“, warnt Trainer Hartmut Wahrmann am Samstag – doch da fliegt die Frisbee-Scheibe schon mit Karacho Richtung Eisenkorb. Da soll sie auch hin, denn gespielt wird ab sofort Discgolf. Was das ist? Ein neuer Breitensport für Jedermann. Gespielt wird mit Frisbees, neuerdings auch Discgolf-Scheiben genannt.

Ähnliche Regeln wie beim Golf

„In Kalifornien habe ich das erste Mal gesehen, wie die Menschen in einem öffentlichen Park Discgolf gespielt haben und war sofort begeistert“, erzählt Lutz Pietrass von der Revierpark GmbH. Warum sollte das Konzept nicht auch in Herne funktionieren?, dachte er sich und kümmerte sich um die Umsetzung. Mit Erfolg. Neun Abwurf-Bahnen mit Kunstrasen und neun Körbe, fest installiert, stehen auf der Wiese parat und warten darauf, dass die Scheiben dort „eingeputtet“ werden – so heißt es korrekt in der Discgolf-Sprache.

„Die Regeln ähneln denen des Golfs“, so Trainer Wahrmann. Den neuen Sport, den möchte er den Besuchern schmackhaft machen: „Es ist ein sehr fairer Sport, die Teams helfen sich gegenseitig, geben sich Tipps.“ Bevor die Scheibe in die Hand genommen wird, müssen sich alle warm machen: „Arme kreisen, in den Hüften drehen, denn wir spielen nicht nur aus dem Arm heraus, sondern aus dem ganzen Oberkörper“, so der Trainer.

Ist der Körper bereit, geht es ans Anvisieren, Ausholen und Werfen. Klar, beim Profi wirbelt die Scheibe scheinbar mühelos mit rund 100 Stundenkilometern über die Wiese, die Neuankömmlinge tun sich schwerer. Rasch aber haben sie den Bogen raus und die Teilnehmer wagen sich an nächsten Schritt: an das Einwerfen in den Korb, auch Einlochen genannt.

David und Malte, beide 13 Jahre alt, bilden ein Team. Nach nur zwei Versuchen liegt die Scheibe im Korb. „Klappt doch super“, freuen sie sich. Anders als beim Minigolf ist beim Discgolf aber nicht nach sieben Versuchen pro Korb Schluss. „Hier kann bis zum bitteren Ende geworfen werden – so lange, bis die Scheibe im Eisenkorb liegt“, so Wahrmann. Je nach Begabung sollte man also einen langen Atem haben, wenn man sich auf den Weg zum Gysenberg macht.

Das Beste an dem für Herne neuen Sport aber ist: Man benötigt einfach nur bequeme Kleidung – und zwei Frisbee-, Pardon: Discgolf-Scheiben. Die werden doch sicherlich noch aus dem letzten Strandurlaub im Haushalt zu finden sein. Ansonsten können die Plastikteller auch am Kiosk des Gysenbergparks gemietet werden.