Diese Hernerin will Deutschlands „Butterkönigin“ werden

Manuela Yildiral
Manuela Yildiral
Foto: Ralph Bodemer
Was wir bereits wissen
Nelken, Mandeln oder frisch gehackte Kräuter: Wenn’s um Butter geht, ist Manuela Yildiral offen für Experimente: „Meine Butter ist die leckerste!“

Diese Frau kennt sich aus mit Streichfett. Manuela Yildiral (46), Hausfrau aus Baukau, will Deutschlands „Butterkönigin“ werden: Mittwoch verköstigt sie in Hamburg eine Jury mit ihrer eigenen Kreation namens „Adventszauber“. Falls ihre Variante den Testern besser schmeckt als die ihrer Mitbewerber, verleihen die Juroren Yildiral den Titel „Butterkönigin 2015“. Der Wettbewerb wurde von einem irischen Butterproduzenten initiiert.

Sie lässt sich nicht unterbuttern...

1000 Leute haben sich laut Veranstalter mit ihren Rezepten beworben, zehn wurden zur Endausscheidung eingeladen. Yildiral glaubt, dass sie gute Chancen hat – schließlich schmeckt ihre Kreation so, „wie Weihnachten riecht“: Sie rührt Nelken, Kardamom, Lebkuchengewürz, Mandeln, Honig, Zimt und Vanillezucker in die Butter. Perfekt, um die Masse auf einen Christstollen zu schmieren.

Jetzt mal Butter bei die Fische...

Wieviel Butter isst die Frau wirklich? Ohne, sagt Yildiral, gehe bei ihr nichts. „Wenn ich mir ein Leberwurstbrot mache, nehme ich wenig Wurst und dick Butter. Mein 18-jähriger Sohn sagt dann immer: Boah Mama, wie ekelig!“ Margarine auf dem Bütterken? Undenkbar, die benutzt sie höchstens zum Anbraten. Wobei: „Gemüse dünste ich immer mit Butter an, das gibt Geschmack.“ Knapp 600 Kalorien hat so ein 100-Gramm-Schälchen. „Aber darauf“, so Yildiral, „habe ich noch nie geachtet.“

Ein Butterkönig für die Königin?

Wen sollte eine passionierte Streichfett-Liebhaberin schon lieber mögen als den Fernsehkoch Horst „Butter statt Magerwahn“ Lichter? Weit gefehlt: Dessen Kollegen Christian Rach guckt Yildiral lieber zu – „der Lichter kocht ja immer nachmittags, da gucke ich kein Fernsehen“. Seine Leidenschaft teilt sie indes. Sie kann nicht nur Advents-, sondern auch Grillbutter. Was reingehört? „Pfeffer, Knoblauch, frisch gehackte Kräuter.“

Und sonst – alles in Butter?

Manuela Yildiral kocht oft, hat aber auch noch andere Hobbys: Sie strickt gerne, nimmt häufig an Preisausschreiben teil (so ist sie auch auf den Butter-Wettbewerb aufmerksam geworden) und freut sich schon auf Crange. Ehrensache: Zwar wohnt sie schon seit 13 Jahren an der Luisenstraße und lebte zuvor in Börnig und Herne-Süd – doch ursprünglich kommt sie aus Wanne. „In meinem Pass“, sagt sie stolz, „steht noch ,Geburtsort: Wanne-Eickel (jetzt Herne)’.“