Die Zahl der chronischen Wunden nimmt zu

Wundexperten nach ihrer Zusatzausbildung.
Wundexperten nach ihrer Zusatzausbildung.
Foto: EvK
Was wir bereits wissen
23 Pflegekräfte erhielten eine Zusatzausbildung in Wundenpflege. Ein Netzwerk schafft Basis für gemeinsame ambulante und stationäre Betreuung.

Herne..  Chronische Wunden, also Wunden, die länger als vier bis sechs Wochen bestehen, bedeuten für die Betroffenen eine starke Beeinträchtigung. Die Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne/Castrop-Rauxel baut seit 2007 kontinuierlich ihr Wundmanagement aus. Neben drei freigestellten Wundmanagern sind pro Station mindestens zwei Wundexperten als Multiplikatoren im Einsatz. Maria Schürholz, Wundmanagerin, konnte jetzt 23 weitere Pflegefachkräfte zum erfolgreichen Abschluss ihrer Zusatzausbildung zum Wundexperten ICW beglückwünschen.

Zwischen 1,5 und 4 Millionen Deutsche leiden an einer chronischen Wunde - Tendenz steigend. Verantwortlich ist die zunehmende Zahl älterer Patienten, die vielfach von mehreren Krankheiten gleichzeitig betroffen sind, wie z.B. Diabetes und Gefäßerkrankungen. „Wichtig bei der Wundversorgung ist jedoch, dass wir als Krankenhaus eng mit niedergelassenen Ärzten und Pflegediensten zusammenarbeiten. Im Zuge der kurzen Verweildauer sowie der oftmals ausgeprägten Wunden ist eine enge Verzahnung notwendig. Diesen Heilungsverlauf gilt es mit Spezialisten zu begleiten. Diese Patienten müssen neben einer fachgerechten Wundversorgung auch eine Verbesserung ihrer Lebensqualität erfahren. Hier wollen wir den Betroffenen unterstützen und schulen, um Folgeschäden zu vermeiden “, sagt Maria Schürholz.

Deshalb freue sie sich, dass bei der Ausbildung zum Wundexperten wieder Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten teilgenommen haben. Dadurch finde immer mehr Verknüpfung mit den ambulanten Diensten statt, so dass das Wundnetzwerk, das die Ev. Krankenhausgemeinschaft initiiert hat, kontinuierlich weiter ausgebaut wird.

Die Zusatzausbildung zur Wundexpertin bzw. zum Wundexperten haben erfolgreich absolviert: Hamadiye Asil, Amira Basic, Gitta Dornieden, Mandy Duppkae, Ina Ernst, Michaela Fazniewcy, Denise Fuhrmann, Sibel Gedik, Boguslawa Grzysek, Silvia Hoffmann, Louisa Hofmann, Katharina Karphoff, Aziz Kemmou, Huriye Keskin-Kay, Jolanta Maksara, Ingo Meyer, Vanessa Patla, Sylvia Reher, Sabrina Reuter, Sandra Sosna, Kim-Jasmin Thelen, Annette Vennefrohne und Felix Wenzel.