Die Tiermalerin
04.03.2010 | 15:03 Uhr 2010-03-04T15:03:00+0100
Herne. Gabriele Laubinger porträtiert meist Hunde und Pferde. 20 000 Bilder hat sie schon in ihrem Archiv.
Im Hintergrund läuft leise Klassik. Am liebsten hört Gabriele Laubinger Opern. Damit malt und zeichnet es sich am Besten, sagt sie. Für ihre Aquarelle und Kohlezeichnungen benötigt sie keine sperrige Staffelei. Auch beschmierte Kittel, ausgequetschte Tuben und wild im Raum verteilte Farbpaletten sind nicht auszumachen. Im Gegenteil: Hier könnte man vom Fußboden essen. Der blitzsaubere Raum an der Deutschen Straße in Wanne ist mehr Galerie als Atelier.
Hauptsächlich porträtiert Gabriele Laubinger Hunde und Pferde. Wenn sie arbeitet, sitzt sie am Tisch – im Atelier, in ihrer Wohnung oder im Hinterhof. Dann hat sie den aufgeklappten Laptop mit dem Foto des Modells vor sich, das der Kunde ihr geschickt hat, und verewigt das Tier mit ihrer ganz persönlichen Note auf Papier – als Kohlezeichnung oder als Aquarell. „Ich male naturgetreu und neutral, das Tier wird bei mir nicht überinterpretiert”, sagt die Künstlerin. Sie kopiere nicht nur einfach die Fotos, sondern nehme sich dabei ihre „malerische Freiheit”.
Zwischen 200 und 350 Euro kostet ein Porträt. Grundsätzlich mal Laubinger alle Tiere. Bilder von Wellensittichen, Hamstern und Goldfischen hängen jedoch nicht zwischen all den gerahmten Schnauzen und Nüstern, die die Wände im Atelier in einen überdimensionalen Bildband verwandeln. Von jedem Porträt, das ihr Atelier verlässt, lässt sie einen Nachdruck als Kopiervorlage anfertigen – für Nachbestellungen oder für Kunden, denen ein Original zu teuer ist. Die müssen sich dann allerdings mit einem fremden Tier an der Wand zufrieden geben, das ihrem eigenen aber möglichst zum Verwechseln ähnlich sieht. 20 000 Bilder zählt das digitale Archiv.
Die 47-Jährige malt lieber Tiere als Menschen. Knapp acht Jahre lang hat sie nur Männer, Frauen und Kinder porträtiert, bis damals ein „tierischer” Auftrag ins Haus flatterte. „Eine willkommene Abwechslung”, erinnert sie sich. Hunde seien von ihrer äußeren Erscheinung her vielfältiger: „Augen, Nase und Mund sind bei Menschen doch immer relativ ähnlich.”
Seit über 20 Jahren zeichnet die Diplom-Designerin, die in Essen und Wien studierte, Porträts: „Eine Weile lang habe ich auch Live-Zeichnungen und Schnellporträts gemacht. Das wurde aber sehr anstrengend.” Auch Gerichtszeichnungen gehörten zu ihrem Repertoire, das sich allerdings auf Menschen beschränkte.
„Der Beruf war für mich eigentlich immer klar”, sagt sie. Einen Job in einer Werbeagentur habe sie sich nicht vorstellen können – sie wollte unabhängig sein. Das hat sie geschafft. Nicht zuletzt mit der Hilfe ihrer Schwester Birgit (41), die sich seit sieben Jahren ums administrative Geschäft kümmert: E-Mail-Verkehr, Messe-Formalitäten, Hotelbuchungen et cetera. Wenn die Schwestern nicht so viel unterwegs wären, hätten sie selber Hunde, sagen sie.
18:37
Treffer.
15:21
Muß Portrait1 denn gleich so unverschämt werden?
Vielleicht leidet er/sie ...
23:50
@4 Ein wenig kann icch Ihn ja verstehen, denn in allen Artikeln werden nur noch Kommentare von nörgelnden Flachspaten verfasst. Es gibt doch kaum positive Einträge hier und die Sauertöpfe des Ruhrpotts toben sich hier aus :/
Da kann ein eigentlich nett gemeinter Beitrag schnell falsch verstanden werden.
19:50
Was haben Sie denn für ein Leiden? Ihr Kommentar war garnicht gemeint. Der Artikel ist eine gute Werbung für die Künstlerin. Übrigens hat sie schon in den achtziger Jahre Portraitmalerei betrieben. Gemälde von ihr habe gab es damals in einer Galerie in Recklinghausen-Süd.
18:33
Soll ich denn etwa herummeckern, wenn mir etwas gut gefällt?
Nörgler, die über alles und jeden nur ihre negativen Kommentare abgeben müssen, gibt es doch schon genug.
18:22
Sehr gute Werbung.
14:03
Ich besuche immer wieder sehr gern die Portraitzeichenkurse von Gabriele Laubinger.
Erst am letzten Wochenende hat Frau Laubinger in der VHS unterrichtet, wobei ich ihre Professionalität, aber auch ihre freundliche und verständliche Art denLehrstoff zu vermitteln, immer wieder sehr schätze.