Innenstadt
Die „Motte“ soll bleiben
17.06.2010 | 18:37 Uhr 2010-06-17T18:37:00+0200
Herne.Sie ist schon so etwas wie ein neues Wahrzeichen geworden: Die Turmhügelburg am Archäologiemuseum. Nun soll sie auch über 2010 hinaus in Herne bleiben, wünscht der Kulturausschuss.
Anlässlich der „AufRuhr1225“-Ausstellung zur Kulturhauptstadt ist die Motte im März aufgebaut worden und vermittelt seitdem einen Eindruck vom Wohnen einer adeligen Familie im Mittelalter. Wenn es nach den Mitgliedern des Kulturausschusses geht, soll die „Motte“ auch über 2010 hinaus den Hernern erhalten bleiben. Einstimmig sprach sich der Ausschuss gestern auf Antrag der CDU dafür aus, die Verwaltung prüfen zu lassen, ob und unter welchen Bedingungen dies möglich ist. Die „Motte“, so die CDU in ihrem Antrag, solle nachhaltig an das Kulturhauptstadtjahr erinnern; außerdem sei ihre Attraktivität für die einheimische Bevölkerung und für auswärtige Besucher unbestritten.
Weniger einig war sich der Kulturausschuss darüber, wo künftig die „Stelzenläufer“ und die hölzerne Bürgerskulptur von Roger Löcherbach aufgestellt werden sollen. Für die „Stelzenläufer“, eine Bronzeplastik von Luise Pilsticker-Groner aus den 60er Jahren, war vor einigen Monaten ein Standort auf dem neuen Skulpturengelände von Flottmann vorgeschlagen worden. Doch dort passen sie nun auch nach Ansicht der SPD nicht hin, denn auf dem Außengelände bei Flottmann wird nur Zeitgenössisches gezeigt. Die Verwaltung soll nun für die „Stelzenläufer“ Alternativen prüfen. Ebenso beantragten SPD und Grüne, einen anderen Standort für die hölzerne Bürgerplastik von Roger Löcherbach zu finden, die zurzeit an der Kreuzung Bochumer Straße/Holsterhauser Straße steht. Dazu sah die CDU allerdings keine Notwendigkeit. Die Skulptur sei dort gut platziert, meinte Bettina Szelag.
10:11
DIE HERNER MOTTENKISTE PRÄSENTIERT:
“BRETTERBUDE” – EINE TRAGÖDIE IN DREI AKTEN
1. AKT: DAS RUHRGEBIET UND SOMIT LETZTLICH AUCH HERNE SIND STOLZ, DEN ZUSCHLAG FÜR 2010 ALS KULTURHAUPSTADT ERHALTEN ZU HABEN. VIELE GUTE IDEEN WURDEN GEBOREN UND OFT AUS GELDMANGEL VERWORFEN. EINE IDEE SETZT SICH DURCH UND KANN AUCH DANK SPONSOREN VERWIRKLICHT WERDEN: DIE SONDERAUSSTELLUNG AUFRUHR 1225 MIT DER „MOTTE“ ALS HERAUSRAGENDEM MERKMAL – IM WAHREN WORTSINNE.
2. AKT. DIE AUSSTELLUNG WIRD ERÖFFNET – VIELE HERNER BÜRGER HABEN SCHON DEN AUFBAU BEGLEITET – MIT FOTOAPPARATEN, KAMERAS ODER EINFACH NUR MIT EINEM KURZEN BLICK BEIM VORBEIGEHEN. DIE AUSSTELLUNG WURDE ZU EINEM VOLLEN EROLG. DIE MOTTE ZU EINEM ALLEINSTELLUNGSMERKMAL FÜR HERNE, UM DAS UNS ANDERE STÄDTE BENEIDEN.
3. AKT: DIE MOTTE SOLL WEG. NICHT SOFORT, ABER NACH DEM ENDE DER SONDERAUSSTELLUNG. SO IST ES GEPLANT. HERNE HAT WAHRLICH NICHT VIELE TOURISTISCHE HIGHLIGHTS; UND WENN MAN AN SATURN, ZURBRÜGGEN UND DAS STADTTORCENTER DENKT, SO SCHEINT HERNE AUCH FÜR AUSWERTIGE INVESTOREN NICHT GANZ OBEN AUF DER WUNSCHLISTE ZU STEHEN. WENN HERNES BAUDEZERNENT TERHOEVEN, NACHBARN UND ANDERE BÜRGER HERNES DIE MOTTE LEDIGLICH FÜR EINE „BRETTERBUDE“ HALTEN, SO KANN DIESE KURZSICHTIGKEIT WOHL NUR DURCH EIN „BRETT VOR DEM KOPF“ ERKLÄRT WERDEN. ANDERE STÄDTE WERBEN UM DIE MOTTE, WEIL SIE DEREN ANZIEHUNGSKRAFT ERKENNEN – NUR HERNE BLEIBT SCHEINBAR DAS DORF HARANNI, WAS ES EINMAL WAR. BEVOR MAN SOLCH EINEN „SCHATZ“ KAMPFLOS AUFGIBT, SOLLTE MAN ALLE MÖGLICHKEITEN PRÜFEN. UND WENN DER HERNER STADTSÄCKEL LEER IST, SOLLTE ZUMINDEST NACH ALTERNATIVEN GESUCHT WERDEN. WAS HÄTTEN WOHL DIE HERRSCHAFTEN ZU STRÜNKEDE GEMACHT, UM IHREN STEINHAUFEN.. ENTSCHULDIGUNG, IHR WASSERSCHLOSS ZU ERHALTEN?
WARTEN WIR AB, OB UND WANN FÜR DIE MOTTE DER LETZTE VORHANG FÄLLT.. EINE TRAGÖDIE IST ES JETZT SCHON, AUCH WENN SICH WAHRSCHEINLICH NICHT JEDER GUT UNTERHALTEN FÜHLT..
15:19
Warum muss die Motte Herne verlassen?
Fällt unseren Politikern mal wieder nichts ein?
Es gibt wohl nur noch fällen und abbrechen.
23:00
Schauen wir uns das Tun der elaborierten Politiker in jüngster Vergangenheit an, soll die Frage gestattet sein, wann mit dem nächsten Schurkenstück zu rechnen sein wird.
10:52
Herzlichen Glückwunsch, Herne zur Kultur!
01:32
Bravo, den Herren scheint mal etwas zu gelingen und primär denke ich an Schulkinder, die mit einem Bauwerk aus dem Mittelalter so realistisch konfrontiert werden können.
12:06
@5
Ich glaube Hotte S. spielt mehr auf die Angst des Baudezernenten an.
Nur hier liegt der Fall, glaube ich anders.
Die Linde musste nicht weg wegen der Feuerwehr, sondern weil diese die Autos der Klüngelpolitiker und Verwaltungsoberen verdreckt hat.
Ansonsten kann ich Hotte beruhigen. Statik und Prüfstatik hat es bei dem Turm sicher gegeben.
Gekocht wird im Turm nicht und bevor der Holzturm in sich zusammenbricht gibt jeder Stahlträger vorher auf.
Zudem ist der Turm nicht so hoch, dass er das Stadtwerkegebäude treffen kann.
12:05
@5
Ich glaube Hotte S. spielt mehr auf die Angst des Baudezernenten an.
Nur hier liegt der Fall, glaube ich anders.
Die Linde musste nicht weg wegen der Feuerwehr, sondern weil diese die Autos der Klüngelpolitiker und Verwaltungsoberen verdreckt hat.
Ansonsten kann ich Hotte beruhigen. Statik und Prüfstatik hat es bei dem Turm sicher gegeben.
Gekocht wird im Turm nicht und bevor der Holzturm in sich zusammenbricht gibt jeder Stahlträger vorher auf.
Zudem ist der Turm nicht so hoch, dass er das Stadtwerkegebäude treffen kann.
08:01
Hotte, reicht es nicht aus sich als verbaler Brandstifter zu betätigen? Leute wie Sie sollte man in Sicherheitsverwahrung nehmen.
07:57
Wie wirkt es sich eigentlich auf die Statik des Gebäudes aus, wenn der Sockel anfängt zu brennen (an einer Seite)? Der war aus Holz, oder? Wurde das wenigstens noch mit Chemikalien getränkt?
Kippt der Turm dann nicht in eines der umliegenden Gebäude (z.B. Stadtwerke) oder würde er in sich zusammenfallen?
17:29
warum soll man die eigentlich abreißen?
und aus dem holz der linde könnte ein ordentliches häuschen für die armen schweine vom sicherheitsdienst gebaut werden