Die Initiative Jobcenterwatch setzt auch 2016 auf Dialog

Die Mitte 2015 gegründete Initiative Jobcenterwatch beobachtet weiter das Jobcenter und setzt dabei auf Dialog.
Die Mitte 2015 gegründete Initiative Jobcenterwatch beobachtet weiter das Jobcenter und setzt dabei auf Dialog.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Herner Initiative Jobcenterwatch setzt auch 2016 auf Dialog. Unter anderem steht die Einrichtung einer Ombuds-Stelle auf der Agenda.

Herne..  Durch den Rauswurf aus den Verdi-Räumen an der Brunnenstraße auf Druck von Jobcenter-Mitarbeitern ist die Initiative Jobcenterwatch Ende des Jahres unfreiwillig in die Schlagzeilen geraten (wir berichteten). Jenseits dieser Auseinandersetzung will die Mitte 2015 von Langzeitarbeitslosen und Politikern von Grünen, Linkspartei und Piraten gegründete Initiative auch im neuen Jahr auf Verbesserungen und Reformen im Herner Jobcenter dringen.

Die Ausweitung der Öffnungszeiten des Herner Jobcenters konnte die Gruppe 2015 bereits als Erfolg für sich verbuchen. Weiterhin auf der Agenda steht die Einrichtung einer (unabhängigen) Ombudsstelle für die Arbeitsbehörde.

Die Jobcenter-Geschäftsführung als auch die beiden Jobcenter-Träger Stadt und Arbeitsagentur lehnen ein solches zusätzliches Hilfe-Angebot für Hartz-IV-Empfänger bisher ab. Andere Jobcenter wie zum Beispiel Bonn oder Münster greifen dagegen sehr wohl auf dieses Instrument zurück. Die Stadt Münster beschreibt die Arbeit der Ombudsstelle mit den Schlagworten „Situation klären - Rechtsmittel aufzeigen - Unterstützung vermitteln“.

Handlungsbedarf sehen Hans-Werner Janßen und Kathrin Wißner von Jobcenterwatch auch auf der Kommunikationsebene. Arbeitslose würden zu wenig über ihre Rechte aufgeklärt, so ihr Vorwurf. Im Dialog will die Initiative diese und weitere Themen angehen - mit der Jobcenterspitze, aber auch mit den Mitarbeitern. Denn: Diese seien ebenfalls Betroffene des „nicht funktionierenden Systems SGB II“. Janßen: „Unser Angebot, mit den Behörden an den uns alle betreffenden Problemen konstruktiv zusammenzuarbeiten, besteht weiterhin.“